Legende von Manchester United rechnet mit Spielern und Bossen ab
Carrick stinksauer: Der Wut-Monolog im Video
Manchester United steckt tief in der Krise. Nach der nächsten Pleite stellt Klublegende Gary Neville die Zukunft von Michael Carrick infrage und rechnet offen mit der Vereinsführung ab.
Gary Neville hat nach dem nächsten Rückschlag von Manchester United scharfe Kritik an der Mannschaft geübt und die Spieler für die Krise des Traditionsklubs verantwortlich gemacht. Nach dem 0:3 gegen Bournemouth rechnete die Klublegende öffentlich mit dem Team ab und stellte die Zukunft von Trainer Michael Carrick infrage.
„Diese Spieler haben mehrere Trainer scheitern lassen“, wird Neville in der Daily Mail zitiert. Die Mannschaft besitze zwar Qualität, zeige diese aber viel zu selten. Besonders die fehlende Mentalität und die mangelnde Konstanz seien seit Jahren ein Problem. United wartet seit acht Pflichtspielen auf einen Sieg und steckt im Tabellenkeller der Premier League fest.
Manchester United: Neville rechnet auch mit Klubführung ab
Neville kritisierte zudem, dass sich die gleichen Muster unabhängig vom Trainer wiederholen würden. Carrick sei nun der Nächste, der die Folgen zu spüren bekomme. Der frühere United-Kapitän machte deutlich, dass er einen Trainerwechsel zwar für wahrscheinlich hält, die eigentlichen Probleme dadurch aber nicht verschwinden würden. Auch die Klubführung griff Neville scharf an.
Diese werde „wahrscheinlich eine Entscheidung treffen, die die Fans von Manchester United anwidern wird, die aber vermutlich notwendig ist“. Gleichzeitig bezeichnete er den Verein als „absolutes Chaos“. Die Fans im Old Trafford stellten sich nach dem Schlusspfiff noch einmal demonstrativ hinter den ehemaligen Mittelfeldspieler. Neville wertete die Sprechchöre als Zeichen dafür, dass viele Anhänger bereits mit dessen Abgang rechnen.
„Die Fans von Manchester United singen den Michael-Carrick-Song, weil sie wissen, was hier wahrscheinlich passieren wird. Das haben sie schon einmal erlebt“, betonte Neville. Carrick sei bei ihnen beliebt, die Eigentümer, die sportliche Führung und die Mannschaft dagegen nicht.