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Ermittlungen gegen Juve-Bosse

Ermittlungen gegen Juve-Bosse

Juventus Turin sieht sich mit ernsten Vorwürfen konfrontiert. Die Büros des italienischen Topklubs werden von einer Spezial-Einheit der Polizei durchsucht.
Andrea Agnelli und Pavel Nedved stehen unter Verdacht
Andrea Agnelli und Pavel Nedved stehen unter Verdacht
© Imago
. SPORT1
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von SPORT1

Die italienische Staatsanwaltschaft ermittelt offenbar gegen hochrangige Funktionäre von Juventus Turin.

Unter ihnen auch Präsident Andrea Agnelli, Ex-Profi und Vize-Präsident Pavel Nedved sowie der frühere Sportdirektor Fabio Paratici, der mittlerweile für Tottenham Hotspur arbeitet. Drei weitere Mitarbeiter sollen ebenfalls betroffen sein.

Der Vorwurf: falsche Buchführung, Geldflüsse in Höhe von rund 50 Millionen Euro werden offenbar untersucht. Die Gazzetta dello Sport veröffentlichte am Freitag ein Statement der Staatsanwaltschaft.

„Seit heute Nachmittag führen Beamte der Guardia di Finanza (einer auf Wirtschaftskriminalität spezialisierte italienische Polizeitruppe, Anm. d. Red.) auf Geheiß der Staatsanwaltschaft Dursuchungen in den Büros von Juventus Fußball Club in Turin und Mailand durch“, heißt es dort.

Unregelmäßigkeiten bei Pjanic/Arthur?

Man suche dort nach Bilanzen aus den Jahren 2019, 2020 und 2021, vor allem mit Blick auf Transfers. Dabei solle festgestellt werden, ob falsche Angaben gemacht worden seien.

Laut der Gazzetta sollen dabei vor allem die Spielerwechsel von Miralem Pjanic und Arthur im Mittelpunkt stehen. Pjanic war 2020 für 60 Millionen Euro zum FC Barcelona transferiert worden, Barca gab im Gegenzug den Brasilianer Arthur für 72 Millionen Euro an Juve ab.

Die Staatsanwaltschaft wurde tätig, nachdem die Kommission zur Aufsicht der italienischen Fußballklubs (COVISOC) Unregelmäßigkeiten festgestellt hatte. Im Juli hatte zudem die italienische Börsenaufsichtsbehörde CONSOB eine Untersuchung ins Leben gerufen.