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Fan-Ärger bei Lazio Rom eskaliert: Fanmarsch und Stadionboykott

Lazio-Ärger erreicht Höhepunkt

Gähnende Leere auf den Rängen des Stadio Olimpico und ein Fanmarsch: Zum vierten Mal in Folge verweigern die Lazio-Fans den Support im Stadion.
Der Präsident von Lazio Rom Claudio Lotito
Der Präsident von Lazio Rom Claudio Lotito
© AFP/SID/FILIPPO MONTEFORTE
Gähnende Leere auf den Rängen des Stadio Olimpico und ein Fanmarsch: Zum vierten Mal in Folge verweigern die Lazio-Fans den Support im Stadion.

Der Unmut der Fans des italienischen Fußball-Erstligisten Lazio Rom gegenüber dem Klubpräsidenten Claudio Lotito hat seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Einem Protestmarsch zum Stadio Olimpico folgte beim Heimspiel am Montagabend gegen US Sassuolo (2:1) der bereits vierte Stadionboykott in Folge. Lediglich 5000 Zuschauer verfolgten die Begegnung.

In dem bereits seit Jahren währenden Konflikt werfen die Fans dem 68 Jahre alten Klubpräsidenten unter anderem eine zu zurückhaltende Transferpolitik und mangelnde Investitionen in die sportliche Entwicklung der Mannschaft vor. Bei der jüngsten Demonstration ihrer Unzufriedenheit versammelten sich die Anhänger vor der Curva Nord, ihrem üblichen Fanblock, und feuerten die Mannschaft von außerhalb des Stadions an.

Telefongespräch sorgt für erneute Irritation

Laut Medienberichten soll Lotito Ende Februar einem klärenden Gespräch mit den unzufriedenen Fans zugestimmt haben, doch zuletzt hatte eine ungewollte Veröffentlichung eines Telefongesprächs für erneute Irritation gesorgt.

„Dieser Verein hat nur einen Chef, und das ist Claudio Lotito. Nicht Sarri. Wenn Sarri einen Spieler will, soll er ihn selbst kaufen. Der Trainer muss mit den vorhandenen Spielern arbeiten, sonst ist er kein guter Trainer“, sagte Lotito in dem Gespräch über Trainer Maurizio Sarri.