Nächste Wende im Fenerbahce-Theater

von SID
Rücktritt auf PK - doch dann wird es noch bizarrer
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Rücktritt auf PK - doch dann wird es noch bizarrer

Im September hatte Ismail Kartal nach einem Flaschenwurf seinen Rücktritt bei Fenerbahce verkündet, nun folgt die offizielle Trennung aus sportlichem Grund.

Einen Tag nach der Pleite im Istanbuler Derby hat Ismail Kartal sein Traineramt bei Fenerbahce niedergelegt. Den eigenen Entschluss des 65-Jährigen verkündete der türkische Vizemeister am Dienstag, „im Anschluss an die geführten Gespräche wurde diese Entscheidung im Geiste gegenseitigen Verständnisses und Respekts gewürdigt“, hieß es auf X. Vor einigen Wochen noch hatte es um Kartals Trainertätigkeit Verwirrung gegeben, diesmal ist der Entschluss endgültig.

Im September hatte Kartal auf der Pressekonferenz nach dem 1:1 beim Champions-League-Auftakt gegen die AS Rom seinen Rücktritt erklärt, Klubpräsident Aziz Yildirim hatte dem jedoch umgehend öffentlich widersprochen: Im Spiel soll eine Flasche Kartal am Kopf getroffen haben, aus diesem Grund sei er verärgert gewesen. Nun aber erfolgt die offizielle Trennung aus sportlichen Gründen.

Ismail Kartal ist erneut zurückgetreten
Ismail Kartal ist erneut zurückgetretenIsmail Kartal ist erneut zurückgetreten© IMAGO/Anadolu Agency

Am Montagabend hatte Fenerbahce, insgesamt 19 Mal türkischer Meister, das Stadtderby bei Galatasaray mit 1:2 verloren, sechs Punkte fehlen bereits auf den an der Tabellenspitze thronenden Erzrivalen. Mit nur 16 Punkten aus den ersten neun Saisonspielen liegt Fenerbahce insgesamt hinter den eigenen Erwartungen zurück, auch in der Champions League läuft es nicht rund: Jüngst setzte es dort eine 0:6-Pleite gegen Premier-League-Vertreter Aston Villa.

Für Kartal, der nicht nur als Spieler insgesamt zehn Jahre lang für Fenerbahce auf dem Feld stand, sondern bei dem Klub auch seine ersten Schritte als Trainer machte, endet eine kurze Amtszeit.

Erst im Juni hatte er die Mannschaft übernommen – das allerdings bereits zum vierten Mal: Auch in den Saisons 2014/15, 2021/22 und 2023/24 war er als Cheftrainer dort aktiv gewesen. Dem Coach dankte der Verein „für seinen Einsatz, sein Engagement und seine Verbundenheit mit Fenerbahce.“