Am 26. August 2017, heute vor neun Jahren, trafen in Las Vegas zwei der größten Kampfsport-Stars ihrer Generation aufeinander.
Der Kampf der Giganten, der die ganze Welt elektrisierte
Der Kampf der Giganten
Auf der einen Seite stand Floyd Mayweather, Spitzname „Money“, der ungeschlagene Box-Weltmeister in fünf Gewichtsklassen, der sich eigentlich bereits im Ruhestand befand. Auf der anderen Seite Conor „The Notorious“ McGregor, zweimaliger UFC-Champion und das Gesicht des Mixed Martial Arts – einen professionellen Boxkampf hatte der Ire bis dahin allerdings noch nie bestritten.
Dass es überhaupt zu diesem Kampf kam, war keinesfalls selbstverständlich. Schließlich lagen zwischen beiden Welten: Hier der Boxsport, dort die UFC. Schlussendlich war das Duell das Ergebnis einer lange andauernden Fehde, eines Millionen-Pokers und einer Promo-Tour, wie sie die Sportwelt nur selten gesehen hat.
Mayweather vs. McGregor: Mega-Fight mit Vorgeschichte
Die Vorgeschichte reicht bis ins Jahr 2015 zurück. Mayweather ließ damals gegenüber Medien durchblicken, McGregors Erfolg hänge auch mit dessen irischer Herkunft zusammen. Der UFC-Star reagierte mit einer deutlichen Ansage bei Facebook: Man solle seine Erfolge nie wieder mit seiner Rasse in Verbindung bringen. Er sei Ire, sein Volk sei seit jeher unterdrückt gewesen. Diskriminierung und Vorurteile kenne er selbst zur Genüge.
In den folgenden Monaten wurden die Spekulationen über ein mögliches Aufeinandertreffen immer lauter. UFC-Boss Dana White hielt die Idee zeitweise für komplett aus der Luft gegriffen. „Ich schätze die Chancen folgendermaßen ein: etwa so groß wie die, dass ich am Sonntag Bradys Ersatz-Quarterback bin“, erklärte er damals in Bezug auf den Super Bowl 2017. Mayweather gab später zu, die Gerüchte um einen möglichen Mega-Fight teils selbst befeuert zu haben.
Wochen später folgte dann die Einigung: Im Halbmittelgewicht sollten die beiden Superstars gegeneinander in den Ring steigen. Anschließend gingen Mayweather und McGregor auf eine internationale Promo-Tour und lieferten sich in verschiedenen Städten der Welt hitzige Wortgefechte, Sticheleien und medienwirksame Provokationen bei gemeinsamen Pressekonferenzen.
Kurz vor dem eigentlichen Kampftag schlug die Stimmung dann überraschend um: Sowohl bei der finalen Pressekonferenz als auch beim offiziellen Wiegen gaben sich beide auffällig zurückhaltend und respektvoll.
McGregor überrascht Mayweather im Ring
Am Kampfabend in Las Vegas begann der Außenseiter dann furios. McGregor landete in den ersten Runden mehrere klare Treffer, machte sich sogar über Mayweather lustig und boxte zeitweise mit den Händen hinter dem Rücken. Der US-Amerikaner agierte dagegen fast ausschließlich defensiv und wirkte sichtlich überrascht von der starken Vorstellung seines Gegners.
Doch dann wendete sich das Blatt: Mayweather gab seine passive Haltung auf und erhöhte Schritt für Schritt das Tempo. Die folgenden Runden dominierte der damals 40-Jährige gegen seinen elf Jahre jüngeren Kontrahenten, die zunehmende Erschöpfung war dem Iren anzusehen.
In Runde neun kassierte McGregor eine Serie schwerer Treffer, ehe Mayweather in Runde zehn vollends auf Angriff schaltete und seinen Gegner bedenklich ins Wanken brachte. Ringrichter Robert Byrd schritt daraufhin ein und beendete den Kampf durch technischen K.o.
Für Mayweather war es der 50. Sieg im 50. Profikampf – und gleichzeitig der letzte Auftritt seiner Karriere.
„Er war viel besser, als ich erwartet hatte“, gab der Amerikaner nach dem Kampf zu, betonte aber, alles sei nach Plan verlaufen. McGregor selbst respektierte zwar die überlegene Leistung seines Gegners, kritisierte jedoch den Abbruch: Er hätte die letzten Runden gerne noch bestritten, notfalls auch am Boden liegend.
Nur ein Kampf spielte noch mehr Geld ein
Finanziell erreichte der Fight beeindruckende Dimensionen. Die garantierte Kampfbörse belief sich auf 100 Millionen Dollar für Mayweather und 30 Millionen Dollar für McGregor. Durch Pay-per-View-Einnahmen, Sponsoren und weitere Beteiligungen fielen die tatsächlichen Einnahmen laut Forbes jedoch deutlich höher aus. McGregor soll rund 85 Millionen Dollar verdient haben, Mayweather sagenhafte 275 Millionen.
Die Zahl der regulär verkauften Tickets belief sich am Ende auf rund 13.000, umgesetzt wurden damit rund 55,4 Millionen Dollar. Den Großteil der Einnahmen generierten jedoch die Pay-per-View-Verkäufe: Allein in den USA wurde die Übertragung des Kampfes rund 4,3 Millionen Mal zum Preis von jeweils 100 Dollar gebucht.
Damit avancierte das Spektakel zu einem der erfolgreichsten Kampfabende der Geschichte. Nur das legendäre Duell zwischen Mayweather und Manny Pacquiao aus dem Jahr 2015 erzielte im Pay-per-View-Geschäft noch höhere Verkaufszahlen.
Somit bleibt der Showkampf zwischen Mayweather und McGregor bis heute eines der lukrativsten und medienwirksamsten Events, die der Kampfsport je erlebt hat.
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.