Deutsche holt WM-Silber

Deutsche holt WM-Silber

Bei der Halbmarathon-WM stellt Melat Kejeta für Deutschland einen Europarekord auf. Eine Kenianerin setzt eine neue Weltbestmarke und schnappt sich Gold.
Melat Kejeta hat seit März 2019 die deutsche Staatsbürgerschaft
Melat Kejeta hat seit März 2019 die deutsche Staatsbürgerschaft
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SID
von SID
am 17. Okt

Melat Kejeta (Kassel) hat bei der Halbmarathon-WM im polnischen Gdynia mit Silber und Europarekord einen starken Einstand im Trikot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) gefeiert.

Die 28-Jährige verpasste in 1:05:18 Stunden den Titelgewinn nur knapp, denn die Kenianerin Peres Jepchirchir war bei ihrem zweiten Titelgewinn in der neuen Frauenrennen-Weltrekordzeit von 1:05:16 zwei Sekunden schneller.

Bronze ging eine Sekunde hinter Kejeta an Jepchirchirs Teamkollegin Yalemzerf Yehuala.

Die Weltmeisterin blieb an der Baltischen See allerdings klar unter der Frauen-Bestzeit für gemischte Rennen. Im vergangenen Februar hatte die Äthiopierin Ababel Yeshaneh den Rekord in 1:04:31 aufgestellt.

Deutlich verbesserte hingegen Kejeta ihre persönliche Bestleistung auf dieser Strecke.

Für die gebürtige Äthiopierin hatten vor Gdynia 1:08:41 Stunden als Bestzeit zu Buche gestanden, in der diesjährigen Saison war Kejeta schon 1:08:58 gelaufen. Auch den 25 Jahre alten deutschen Rekord von Uta Pippig (1:07:58) unterbot sie deutlich.

Kejeta besitzt seit März 2019 die deutsche Staatsbürgerschaft. Mit einer Zwischenzeit von 30:47 Minuten brach sie auch den deutschen Zehn-Kilometer-Rekord.

Cheptegei ohne Medaille

Bei den Männern verpasste der neue Lauf-Superstar Joshua Cheptegei (Uganda) die Fortsetzung seiner Weltrekordserie und blieb unerwartet sogar ohne Medaille.

Der 24-Jährige kam in 59:21 Minuten als Vierter 42 Sekunden nach seinem siegreichen Landsmann Jacob Kiplimo ins Ziel und verfehlte die angestrebte Verbesserung des zwei Jahre alten Weltrekordes von Abraham Kiptum (Kenia/58:19) um mehr als eine Minute.

Vor Cheptegei, der in seinen drei bisherigen Rennen in diesem Jahr Weltrekorde über 5000 m auf der Bahn, 5 km auf der Straße und zuletzt auch über 10.000 m aufgestellt hatte, reihten sich auch noch Kibiwott Kandie (Kenia) und Amedework Walelegn (Äthiopien) ein.