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Nach Dopingfällen: DLV-Asse nachträglich Team-Europameister 2015

Deutschland nachträglich Europameister

Späte Ehre für das deutsche Leichtathletik-Team. Weil eine russische Hammerwerferin nachträglich gesperrt wird, gibt es eine Goldmedaille.
David Storl und Co. sind nachträglich Team-Europameister
David Storl und Co. sind nachträglich Team-Europameister
© AFP/SID/LUKASZ SZELAG
Späte Ehre für das deutsche Leichtathletik-Team. Weil eine russische Hammerwerferin nachträglich gesperrt wird, gibt es eine Goldmedaille.

David Storl, Christina Obergföll und Co. sind nachträglich zum Team-Europameister von 2015 ernannt worden.

Nach einem weiteren Dopingfall in der vor sechs Jahren zunächst siegreichen russischen Mannschaft sind die deutschen Leichtathleten, die damals mit der Silbermedaille von den Titelkämpfen in Tscheboksary zurückgekehrt waren, nun auf den Goldrang aufgerückt. Darüber informierte der Europäische Leichtathletik-Verband den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV).

Doping-Vergehen kosten Russland den Titel

Demnach verhängte die Athletics Integrity Unit von World Athletics eine Sperre gegen die russische Hammerwerferin Oksana Kondratjewa, die für Platz sechs sieben Punkte gesammelt hatte.

Ihr Resultat der Team-EM wurde nachträglich aberkannt, schon zuvor waren dem russischen Team weitere 19 Zähler aufgrund von Dopingvergehen gestrichen worden. Eigentlich hatte Gastgeber Russland den Kampf um Gold mit 346,5 zu 368,5 Punkten klar für sich entschieden.

Für Deutschland hatten unter anderem Silke Spiegelburg und Raphael Holzdeppe im Stabhochsprung, die Kugelstoßer Storl und Christina Schwanitz, Speerwerferin Obergföll, Hammerwerferin Betty Heidler und Richard Ringer über 3000 m mit ihren Einzelsiegen überzeugt.