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Leichtathletik: "Respektlos" - Speerwerfer Johannes Vetter ist sauer über Diamond-League-Meeting in Doha

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Leichtathletik: "Respektlos" - Speerwerfer Johannes Vetter ist sauer über Diamond-League-Meeting in Doha

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Vetter: „Es ist einfach respektlos“

Vetter: „Es ist einfach respektlos“

Johannes Vetter lässt das erste Diamond-League-Meeting in Doha sausen. Der deutsche Speerwurf-Champion ist sauer über die Behandlung.
Johannes Vetter beim ISTAF in Berlin im vergangenen September
Johannes Vetter beim ISTAF in Berlin im vergangenen September
© Imago
Johannes Fischer
Johannes Fischer

Wenn am Freitag das erste Diamond-League-Meeting der Leichtathletik-Saison in Doha über die Bühne geht, dann stehen hierzulande vor allem die Speerwerfer im Mittelpunkt.

Von den drei deutschen Startern in der katarischen Hauptstadt sind neben Sara Gambetta (Kugelstoßen) zwei mit dem 800 Gramm schweren Gerät am Start: Rio-Olympiasieger Thomas Röhler, der sein Comeback nach langer Verletzungspause gibt und Julian Weber, der Vierte der Spiele 2021 in Tokio.

Johannes Vetter sucht man dagegen in den Startlisten vergebens – dabei ist der Dominator der letzten Jahre weder verletzt noch hatte er andere Pläne.

Doch was ist der Grund für Vetters Verzicht? „Ich habe von den Veranstaltern weder Startgeld noch einen Business-Class-Flug bekommen“, erklärt der Weltmeister von 2017 bei SPORT1.

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Vetter fühlt sich ungerecht behandelt

„Mein Rückflug wäre Samstagnacht um 1:30 gegangen. Dann in der Economy Class zu sitzen, kaum ein Auge zuzubekommen, wäre für den Wettkampf in Offenburg am Tag danach ziemlich kontraproduktiv gewesen.“

Vetter, der in den vergangenen beiden Jahren als einziger Speerwerfer 90-Meter-Würfe am Fließband abgeliefert hatte, hätte sich – wie es durchaus Usus ist – eine bessere Behandlung gewünscht.

Johannes Vetter erlebte bei den Olympischen Spielen eine Enttäuschung
Johannes Vetter erlebte bei den Olympischen Spielen eine Enttäuschung

„Natürlich ist das irgendwo auch Jammern auf hohem Niveau, aber es ist einfach respektlos vom Meeting, mich nach den letzten beiden Jahren so zu behandeln. Immerhin baut man sich ein gewisses Prestige auf und macht sehr gute Werbung für solche Meetings.“

„97 und 96 Meter sollten trotzdem für sich sprechen“

Der Weltmeister von 2017, dem im vergangenen August bei den Spielen in Tokio eine zu weiche Anlaufbahn einen Strich durch die Rechnung machte, hat von den aktiven Speerwerfern die größten Weiten erzielt. „Olympiamedaille hin oder her, aber 97 und 96m sollten trotzdem für sich sprechen“, findet Vetter.

Und so wird der 29-Jährige das erste Diamond-League-Meeting sausen lassen und am Sonntag seinen Saisoneinstand in Offenburg feiern.

Es würde nicht verwundern, wenn er in der badischen Provinz die Siegesweite von Doha übertreffen würde.