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Leichtathletik: Entmachtet! Beben nach deutschem WM-Debakel

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Leichtathletik: Entmachtet! Beben nach deutschem WM-Debakel

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Deutsche Cheftrainerin entmachtet

Die medaillenlose WM in Budapest veranlasst den vielkritisierten Deutschen Leichtathletik-Verband zu Konsequenzen: Chef-Trainerin Annett Stein verliert ihren bisherigen Job, der Sportdirektor bekommt noch mehr Kontrolle.
Alica Schmidt macht bei den Deutschen Meisterschaften sportlich auf sich aufmerksam. Währenddessen ist das Thema Doping aktuell wieder en vogue in der Leichtathletik, zum Leidwesen von Schmidt.
Johannes Fischer
Johannes Fischer

Die historische Pleite der deutschen Leichtathleten bei der Weltmeisterschaft in Budapest hat erste personelle Konsequenzen nach sich gezogen.

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Knapp vier Wochen, nachdem das DLV-Team zum ersten Mal in der WM-Geschichte die Heimreise komplett ohne Medaillen antrat, muss Chef-Bundestrainerin Annett Stein nach SPORT1-Informationen ihren bisherigen Posten räumen, dafür bekommt Sportdirektor Jörg Bügner mehr Macht und Kontrolle über die internen Abläufe.

Die Süddeutsche Zeitung hat zuerst darüber berichtet, demnach berichten die bislang Stein untergeordneten Bundestrainer nun direkt an Bügner.

Vetter zum DLV-Beben: „Liest sich erstmal gut“

Die interne Begründung seien „kürzere und effektivere Kommunikationswege“, die Bundestrainer sollten „noch deutlicher von administrativen Aufgaben entlastet“.

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Inwieweit Stein in die zukünftigen Entscheidungsprozesse noch involviert ist, scheint ebenfalls offen. Man sei mit Stein „in Gesprächen über ihre zukünftige Aufgabe beim Verband“, wird aus einem Memo zitiert. Derzeit tagen die Gremien bei der Ständigen Konferenz Leistungssport, die am Wochenende in Darmstadt stattfindet.

Stein war Anfang 2020 als Chef-Bundestrainerin installiert worden. Unter ihrer Amtszeit setzte sich der negative Trend in der deutschen Leichtathletik im Weltmaßstab fort. Lediglich bei der Heim-EM in München 2022 gelang mit Platz 1 im Medaillenspiegel ein Achtungserfolg.

Großer Einschnitt vor Olympia

Trotz der miserablen Budapest-Bilanz erneuerte der DLV mit Präsident Jürgen Kessing an der Spitze zuletzt das Ziel, bis zu den Olympischen Spielen in Paris 2024 wieder in die Top 5 vorzustoßen.

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„Es wird eine lange Reise, wenn wir unser Ziel, 2028 wieder unter den Top Fünf der Nationenwertung zu sein, erreichen wollen“, sagte Sportdirektor Jörg Bügner im Vorfeld der Konferenz.

Annett Stein wird bei dieser langen Reise eine weniger wichtige Rolle spielen,