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"Es war ein Gemetzel": Horror-Sturz sorgt für verstörendes EM-Rennen

„Gemetzel“ bei verstörendem EM-Rennen

Beim 3000-Meter-Rennen der Frauen bei der Hallen-Europameisterschaft stürzte die niederländische Mittelstreckenläuferin Maureen Koster schwer. Es kommt zu verstörenden Szenen.
Stand jetzt konnten die deutschen Leichtathleten in Paris noch nicht überzeugen. Neben Leo Neugebauer könnte nur noch Malaika Mihambo zum deutschen Lichtblick werden.
Beim 3000-Meter-Rennen der Frauen bei der Hallen-Europameisterschaft stürzte die niederländische Mittelstreckenläuferin Maureen Koster schwer. Es kommt zu verstörenden Szenen.

Melissa Courtney-Bryant hat bei den Indoor European Championships in Apeldoorn in den Niederlanden die Silbermedaille gewonnen. Dabei behielt die Langstreckenläuferin aus Wales auch bei einem verstörenden Moment die Nerven.

Früh im 3000-Meter-Rennen hörte Courtney-Bryant einen Schrei. Maureen Koster aus den Niederlanden war gestürzt - eine enge Freundin der Britin. Zu diesem Zeitpunkt wusste Courtney-Bryant aber noch nicht, dass Koster sich den Kopf am Boden angeschlagen hatte und bewusstlos liegen geblieben war. Der Guardian schrieb von einem „Horror-Sturz“.

Während die anderen Athletinnen weiter ihre Runden drehten, eilten Rettungskräfte zur Niederländerin und zogen sie von der Bahn. Die Stimmung in der Halle kippte schlagartig. Auch als die 32-Jährige auf einer Trage von der Bahn getragen wurde, war die Atmosphäre spürbar gedämpft.

„Ich habe Maureen schreien gehört“, sagte Courtney-Bryant. „Ich kenne sie sehr gut, weil wir früher zusammen trainiert haben und bei der Diamond League dabei waren. Dann sah ich ein Bein, als ich herumlief, und ich wusste, dass es ihr Schuh war. Das hat alle nervös gemacht, und jeder hat mehr gepusht. Ich habe nur versucht, mitzuhalten, denn man will ja nicht auch noch zu Boden gehen. Es war ein Gemetzel.“

Koster streifte Nuttall von hinten

Koster hatte wohl die britische Athletin Hannah Nuttall von hinten gestreift, bevor sie zu Boden ging. „Ich war vor ihr, ich hörte etwas hinter mir klicken und hörte einen Schrei. Offensichtlich klang es nicht gut“, sagte Nuttall.

Während Koster auf dem Weg ins Krankenhaus war, wurde das Rennen fortgesetzt. Koster selbst meldete sich am Tag nach dem Rennen auf Instagram zu Wort. Sie habe eine „leichte Gehirnerschütterung, ein paar Schürfwunden und gebrochenes Herz“ erlitten. Davon abgesehen gehe es ihr aber gut.