Anatoliy Bondarchuk ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Der frühere ukrainische Hammerwerfer gilt als eine Legende seiner Sportart. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München gewann er die Goldmedaille – damals noch für die Sowjetunion.
Leichtathletik: Hammerwurf-Legende verstorben
Hammerwurf-Legende verstorben
Zudem triumphierte Bondarchuk im Jahr 1969 bei der Europameisterschaft in Athen und kam dabei auf eine neue Weltrekord-Weite von 74,68 Metern. Rund einen Monat später übertraf er sich noch einmal und wurde mit einer Weite von 75,48 Metern der erste Sportler, der die 75-Meter-Marke durchbrach. Dieser Weltrekord hielt bis 1971, als der Deutsche Walter Schmidt 76,40 Meter warf.
Leichtathletik: Bondarchuk war auch ein erfolgreicher Trainer
Nach dem Ende seiner aktiven Karriere bei den Olympischen Spielen 1976, bei denen er noch einmal Dritter wurde, entschied sich Bondarchuk dazu, Trainer zu werden. Er coachte zunächst Athleten aus der Sowjetunion, Portugal und Kuwait.
Sein berühmtester Schützling war Yuriy Sedykh, der 1976 und 1980 Olympia-Gold holte. Dessen bei den Europameisterschaften 1986 in Stuttgart aufgestellter Weltrekord von 86,74 Metern hat bis heute Bestand.
Später ging Bondarchuk nach Kanada, wo er einige weitere Weltklasse-Werfer begleitete, darunter den dreifachen Welt- und Olympiamedaillengewinner im Kugelstoßen, Dylan Armstrong, sowie den aktuellen Olympiasieger und Weltmeister im Hammerwurf, Ethan Katzberg.