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Fred Kerley: Dopingfrei bei umstrittenen Enhanced Games

US-Sprinter will auf Doping verzichten

Der suspendierte Sprinter hofft noch auf eine Olympiateilnahme in zwei Jahren. In Las Vegas ist er aus finanziellen Gründen dabei.
Fred Kerley im Fragenhagel in Las Vegas
Fred Kerley im Fragenhagel in Las Vegas
© AFP/SID/ETIENNE LAURENT
Der suspendierte Sprinter hofft noch auf eine Olympiateilnahme in zwei Jahren. In Las Vegas ist er aus finanziellen Gründen dabei.

Der suspendierte ehemalige 100‑Meter‑Weltmeister Fred Kerley will am Sonntag bei den umstrittenen Enhanced Games in Las Vegas nach eigenen Angaben ohne leistungssteigernde Mittel antreten. „Ich brauche das nicht. Gott hat mir nicht umsonst schnelle Beine gegeben. Ich bin hier, um mein Talent zu zeigen“, sagte der US-Sprinter, der weiterhin auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles hofft.

Der 31-Jährige, der über die 100 Meter Olympia-Silber (2020) und -Bronze (2024) gewann, ist seit August 2025 für zwei Jahre wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Richtlinien gesperrt. Ihm werden in drei Fällen Versäumnisse bei den Meldepflichten vorgeworfen. Bei den „Dopingspielen“ in Las Vegas ist er einer der prominentesten Teilnehmer. Er werde jedoch bewusst auf verbotene Mittel wie Testosteron oder Steroide verzichten, erklärte Kerley.

Gesamtpreisgeld von 25 Millionen US-Dollar

Nach eigenen Angaben unterzieht sich Kerley weiterhin regelmäßigen Dopingkontrollen und nimmt aus finanziellen Gründen an der Veranstaltung teil. Trotz Warnungen von World‑Athletics‑Präsident Sebastian Coe, Teilnehmern der Enhanced Games drohten lange Sperren, zeigte sich Kerley unbesorgt. „Ich werde 2028 bei den Olympischen Spielen antreten. Sie können nichts machen. Wir Athleten zahlen die Rechnungen. Sie zahlen unsere Rechnungen nicht“, sagte der Weltmeister von 2022.

Für die Veranstaltung in Las Vegas locken die Organisatoren mit einem Gesamtpreisgeld von 25 Millionen US-Dollar. Rund 40 Athleten und Athletinnen aus Leichtathletik, Schwimmen und Gewichtheben sind am Start. Teilnehmende dürfen leistungssteigernde Mittel einnehmen, die bei offiziellen Wettkämpfen verboten sind.