Sprinter Owen Ansah hat trotz des Wirbels um seinen verweigerten Dopingtest seinen ersten Auftritt bei der Leichtathletik-DM in Wattenscheid souverän absolviert.
Nach Test-Wirbel: Ansah startet problemlos in die DM
Nach Test-Wirbel: Ansah problemlos
Der 25 Jahre alte deutsche Rekordhalter aus Hamburg, dem eine mehrjährige Sperre droht, gewann im Lohrheidestadion seinen Vorlauf über 100 m locker in 10,2 Sekunden und zog problemlos ins Halbfinale um 18.35 Uhr ein. Das Finale ist für 19.55 Uhr angesetzt.
Titelverteidiger Ansah wurde im ausverkauften Stadion mit sattem Applaus begrüßt. Die DM ist der letzte Härtetest vor den Europameisterschaften in Birmingham (10. bis 16. August), für die Ansah nominiert werden dürfte. Eine Entscheidung in seinem Fall ist bis dahin nicht zu erwarten.
Ansah verweigerte Doping-Kontrolle
Ansah, der im Juni den deutschen 100-m-Rekord auf 9,98 Sekunden verbessert hatte, hatte einem NADA-Kontrolleur Anfang Juli die Abgabe einer Dopingprobe verweigert. Die NADA leitete darauf ein Verfahren wegen eines möglichen Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen ein. Ansah ist vorläufig nicht gesperrt, da kein positiver Test von ihm vorliegt.
Er sei vor der Abreise zum Diamond-League-Wettkampf in Monaco von einem Kontrolleur überrascht worden, der „außerhalb meines Zeitfensters“ geklingelt und „um die Abgabe einer Dopingprobe“ gebeten habe, hatte Ansah. „Ich war spät dran und konnte so kurzfristig die Probe nicht abgeben“, sagte der Sprinter. Ansah reiste ab, lief am Folgetag in Monaco, wurde dort auch getestet.