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WM-Sperre wackelt: Russlands Leichtathleten klagen vor dem CAS

Russland-Athleten ziehen vor den CAS

Nachdem das IOC Russland trotz des Krieges gegen die Ukraine wieder zugelassen hat, sieht RusAF offenbar neue Chancen auf Erfolg.
Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne
Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne
© AFP/SID/FABRICE COFFRINI
Nachdem das IOC Russland trotz des Krieges gegen die Ukraine wieder zugelassen hat, sieht RusAF offenbar neue Chancen auf Erfolg.

Der russische Leichtathletik-Verband RusAF zieht wegen des Ausschlusses seiner Athletinnen und Athleten für internationale Wettkämpfe wie etwa der WM erneut vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS).

Die Sperre durch den Weltverband World Athletics (WA) würde „die grundlegenden Interessen der Leichtathletik in Russland“ beeinträchtigen – und zwar „aus Gründen, die der russische Verband als diskriminierend ansieht“, wie es in einer Mitteilung am Donnerstag hieß.

RusAF hofft auf CAS-Erfolg

Zwei Tage nach der Wiederzulassung Russlands durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) sieht RusAF offenbar eine neue Chance auf Erfolg vor dem CAS. Der Leichtathletik-Weltverband hält im Gegensatz zu anderen großen Fachverbänden an der Sperre für Russland wegen des Überfalls auf die Ukraine fest, die Entscheidung wurde erst in der Vorwoche noch einmal bestätigt.

Russlands Leichtathleten sind seit November 2015 international gesperrt. Der Ausschluss aufgrund eines massiven Dopingskandals wurde zwar im März 2023 aufgehoben, der Bann wegen des Krieges gegen die Ukraine besteht seit März 2022 und ist nach wie vor in Kraft.

CAS wies Russen bisher ab

Russlands Leichtathleten waren in der Vergangenheit bereits mehrmals vor den CAS gezogen, blieben aber stets erfolglos. Im Oktober und Dezember vergangenen Jahres hatten die Sportrichter den damals noch strengen Kurs einzelner Verbände allerdings begrenzt, so durften danach etwa russische und belarussische Ski- und Snowboard-Athleten unter neutralem Status an Qualifikationswettkämpfen für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und d’Ampezzo teilnehmen.

Sofern kein Eilverfahren beantragt wird, dauert ein Verfahren vor dem CAS in der Regel mehrere Monate.