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EM-Start in Birmingham: Mabry jagt Gold, Lückenkemper bangt

Das bringt der Tag bei der Leichtathletik-EM

Olympiasiegerin Yemisi Mabry kämpft um eine Kugel-Medaille. Gina Lückenkemper ist über 100 m Außenseiterin.
Gold in Paris: Yemisi Mabry, die damals Ogunleye hieß
Gold in Paris: Yemisi Mabry, die damals Ogunleye hieß
© AFP/SID/ANDREJ ISAKOVIC
Olympiasiegerin Yemisi Mabry kämpft um eine Kugel-Medaille. Gina Lückenkemper ist über 100 m Außenseiterin.

Schon zum Auftakt der Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham sind die Chance auf die erste deutsche Medaille groß. Während Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Mabry zu den Favoritinnen gehört, ist Ex-Europameisterin Gina Lückenkemper über 100 m diesmal nur Außenseiterin.

Kugelstoßen dominiert – 5000 m offen

Kugelstoßen: Vor zwei Jahren holte Mabry in Rom noch unter ihrem Mädchennamen Ogunleye Bronze, ehe sie knapp zwei Monate später in Paris sensationell Olympia-Gold gewann. In Birmingham ist Gold aber im Normalfall für eine Niederländerin reserviert: Jessica Schilder übertraf in dieser Saison als erste Stoßerin seit 2012 die 21-Meter-Marke. Im Kugelstoßen der Männer haben die deutschen Starter keine realistische Medaillenchancen. Italiens Titelverteidiger Leonardo Fabbri ist Topfavorit.

5000 m: Mohamed Abdilaahi erlebte einen Traumstart in die Saison, lief deutsche Rekorde in Serie. Nun zerstörte aber eine Fußverletzung kurzfristig den Traum des gebürtigen Mönchengladbachers vom EM-Gold. Komplett dahin sind die deutschen Medaillenchancen aber nicht: Florian Bremm ist 10.000-m-Europameister, Dominic Lobalu zweitschnellster Läufer der Meldeliste.

100 m: 2018 in Berlin gewann Gina Lückenkemper Silber im Einzelsprint, 2022 wurde sie Europameisterin. Von dieser Form ist sie auch als Folge eines Zeckenbisses derzeit weit entfernt, mehr als das Halbfinale – für das sie allerdings wie Rebekka Haase als eine der zwölf Besten in der seit Juli 2025 laufenden „Road to Birmingham“-Wertung direkt qualifiziert ist – wäre eine dicke Überraschung. Favoritinnen auf den Titel als schnellste Frau Europas sind Geraldine Di Tizio-Frey (Schweiz), Amy Hunt (Großbritannien) und Ewa Swoboda (Polen).