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Olympiasiegerin attackiert ARD-Duo

Olympiasiegerin attackiert ARD-Duo

Zwei Tage nach ihrem Gewinn der Bronzemedaille im Kugelstoßen bei der Leichtathletik-EM äußert Yemisi Mabry scharfe Kritik am ARD-Duo Claus Lufen und Frank Busemann. Sie wirft ihnen fehlendes Feingefühl vor.
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Zwei Tage nach ihrem Gewinn der Bronzemedaille im Kugelstoßen bei der Leichtathletik-EM äußert Yemisi Mabry scharfe Kritik am ARD-Duo Claus Lufen und Frank Busemann. Sie wirft ihnen fehlendes Feingefühl vor.

Yemisi Mabry hat nach ihrem Bronzegewinn bei der Leichtathletik-EM deutliche Kritik an ARD-Moderator Claus Lufen und Experte Frank Busemann geäußert. Die Kugelstoßerin veröffentlichte auf Instagram Ausschnitte eines Interviews nach ihrer Qualifikation und warf den beiden mangelndes Feingefühl im Umgang mit Athleten vor.

Auslöser war eine Frage von Lufen nach der Qualifikation. Darin verwies der Moderator auf eine Statistik, wonach die Niederländerin Jessica Schilder in dieser Saison mehrfach vor Mabry gelegen hatte. Die deutsche Olympiasiegerin reagierte darauf nun mit klaren Worten. Zu dem veröffentlichten Video schrieb sie: „Finale erreicht und statt Rückenwind gibt’s erst mal eine Aufzählung deiner Niederlagen.“

Mabry appelliert an Journalisten

In einer weiteren Instagram-Story machte die 27-Jährige ihrem Ärger Luft. Sie schilderte die emotionale Situation unmittelbar nach dem Einzug ins EM-Finale und kritisierte, dass statt einer Gratulation zunächst ihre Rückstände auf die Konkurrenz thematisiert worden seien.

„Du qualifizierst dich gerade für ein EM-Finale. Adrenalin. Erleichterung. Stolz. Nervosität. Alles gleichzeitig. Und wer sind die ersten Menschen, denen wir begegnen? Ihr. Die Journalisten. Und statt einem ,Glückwunsch, du bist im Finale‘ kommt so etwas?“, schrieb die Kugelstoßerin. „Wir sind Athleten. Keine Maschinen.“

Scharfe Kritik an Busemann

Besonders scharf fiel ihre Kritik an Busemann aus, der als Olympia-Zweiter von 1996 selbst die Perspektive von Spitzensportlern kenne.

„Wie kann man sich da bewusst dafür entscheiden, einer Athletin unmittelbar vor ihrem Finale genau diese Statistiken vorzuhalten? Wo bleibt da das nötige Fingerspitzengefühl und die Empathie für den Menschen hinter der Leistung?“, schrieb Mabry.

Auch nach ihrer Medaille habe sie weitere „negative, provokante Fragen“ erlebt. Die Kugelstoßerin forderte mehr Respekt für die Leistungen der Athleten: „Wir liefern Leistung unter Druck. Wir stellen uns Kritik. Wir geben euch unsere Zeit, unsere Emotionen und unsere Geschichten. Dann erwarte ich von euch genauso Leistung, Respekt und Professionalität.“

„Das war keine journalistische Glanzleistung“

Besonders deutlich wurde sie zum Abschluss ihres Statements: „Vielleicht solltet ihr euch nach solchen Interviews nicht nur fragen, warum wir nicht besser waren, sondern auch, ob ihr selbst gerade eure beste Leistung gebracht habt. Denn ganz ehrlich: Das war keine journalistische Glanzleistung.“

Die deutsche Sprinterin Gina Lückenkemper, die das Finale über 100 m verpasst hatte, teilte die Beiträge von Mabry auf ihrem Profil.

Busemann reagierte derweil gegenüber der Bild auf die Aussagen Mabrys: „Eigentlich wollte ich ihr den roten Teppich ausrollen, damit sie vollkommen befreit und ohne Druck stoßen kann und nicht, dass sie daran gemessen wird, dass sie Olympiasiegerin ist. Aber leider ist das wohl falsch bei ihr angekommen.“ Dem Bericht zufolge soll Lufen die Situation ähnlich sehen.

—— Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt