Deutsches Lauf-Ass Abdilaahi träumt von Weltrekorden
Die deutschen Rekorde hat Mohamed Abdilaahi längst geknackt. Nach einer verletzungsbedingten Zwangspause meldet sich Deutschlands Lauf-Ass mit einer bemerkenswert selbstbewussten Ansage zurück.
Mohamed Abdilaahi hat die deutschen Rekordlisten bereits umgeschrieben. Doch dem 27-jährigen aus Mönchengladbach reicht das noch lange nicht: Jetzt nimmt er sogar die größten Bestmarken der Leichtathletik ins Visier.
„Ich glaube, in den nächsten Jahren reden wir nicht mehr über deutsche Rekorde. Ich konzentriere mich auf ganz andere Zeiten“, kündigte Abdilaahi im Interview mit dem DLV selbstbewusst an. Welche Rekorde er damit meine? Der deutsche Langstrecken-Star wollte keine konkreten Zeiten nennen, ließ jedoch wenig Raum für Spekulationen: „Dann bleiben nur noch Europa- und Weltrekorde.“
So verkündete Abdilaahi, dass er sich diese Dimensionen durchaus zutraut: „Ich habe keine Angst davor und glaube, dass ich sie brechen kann.“
Abdilaahi meldet sich nach Verletzungspause zurück
Dass der Ausnahmeläufer von Cologne Athletics große Ziele formuliert, kommt nicht von ungefähr. Mit 7:25,77 Minuten über 3000 Meter und 26:56,68 Minuten über 10.000 Meter führt Abdilaahi die Weltjahresbestenlisten 2026 an. Beide Zeiten bedeuteten zugleich deutsche Rekorde.
Dabei verlief seine Saison keineswegs nach Plan. Wegen hartnäckiger Fußprobleme musste Abdilaahi seinen Start bei den Europameisterschaften in Birmingham absagen. Ausgerechnet in dem Jahr, in dem ihm der endgültige Durchbruch in die Weltspitze gelang und er als Medaillenfavorit gehandelt wurde.
Inzwischen ist Abdilaahi zurück im Training. Sein nächstes Ziel? Die Weltmeisterschaften 2027 in Peking. Gemeinsam mit seinem Vater, der ihn trainiert, will das Lauf-Ass die Saison gezielt auf den WM-Höhepunkt ausrichten.
Die Konkurrenz dürfte gewarnt sein. Denn für Deutschlands schnellsten Langstreckenläufer scheint die Jagd nach Rekorden gerade erst Fahrt aufgenommen zu haben.