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Britin holt Gold über 200 Meter

Britin holt Gold über 200 Meter

Eine Britin feiert ihr erstes WM-Gold im 200-Meter-Sprint. Konstanze Klosterhalfen ist nach dem Doping-Skandal um ihren Trainer locker ins WM-Finale gelaufen.
Die Britin Dina Asher-Smith läuft in Doha Landesrekord und holt sich ihr erstes WM-Gold über 200 Meter
Die Britin Dina Asher-Smith läuft in Doha Landesrekord und holt sich ihr erstes WM-Gold über 200 Meter
© Getty Images
Sportinformationsdienst
von Sportinformationsdienst
am 2. Okt

Dina Asher-Smith aus Großbritannien ist neue Weltmeisterin über 200 m. Die 23-Jährige sicherte sich in Doha am Mittwochabend mit Landesrekord von 21,88 Sekunden Gold vor Brittany Brown aus den USA (22,22). Bronze ging an Mujinga Kambundji (22,51), die als zweite Schweizerin der Geschichte eine WM-Medaille holte.

Europameisterin Asher-Smith, die in Katar bereits Silber über 100 m gewonnen hatte, holte als erste Britin WM-Gold über 200 m. Zudem ging nun zum dritten Mal in Serie der Titel nach Europa.

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Leichtathletik: Top-Zeiten über 100 Meter - Usain Bolt und die Liste der Schande

Das deutsche Trio Tatjana Pinto (Paderborn), Lisa-Marie Kwayie (Neukölln) und Jessica-Bianca Wessolly (Mannheim) war im Halbfinale ausgeschieden.

Klosterhalfen bleibt cool

Konstanze Klosterhalfen blieb ganz cool und ließ sich vom "Fall Alberto Salazar" nicht beeindrucken.

Einen Tag nach der Sperre für den Chefcoach des umstrittenen Nike Oregon Project stürmte die dort trainierende Leverkusenerin über 5000 m mit einer starken und cleveren Vorstellung in den Endlauf. Da auch die ehemalige Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz ohne Probleme ihr Finale erreichte, dürfen die deutschen Leichtathleten bei der WM in Doha auf zwei weitere Medaillen hoffen.

CHICAGO, IL - OCTOBER 07: Galen Rupp of United States reacts following the 2018 Bank of America Chicago Marathon on October 7, 2018 in Chicago, Illinois. Rupp finished fifth in 2:06:21. (Photo by Andrew Weber/Getty Images)
Galen Rupp setzte sich über 10.000 Meter durch
Suguru Osako of Japan reacts after finishing third in the Chicago Marathon in Chicago, on October 7, 2018. - British athletics star Mo Farah won the Chicago Marathon men's title on Sunday in an unofficial time of 2hr 5min 11sec, shattering a European record with a spectacular finishing surge. The world and Olympic 5,000 and 10,000-meter champion became the first British man to capture the event since Paul Evans in 1996.The 35-year-old Somalia-born Briton claimed the biggest victory since he turned his attention to the distance a year ago to defeat Ethiopia's Mosinet Geremew by 13 seconds with Japan's Suguru Osako third in 2:05:50. (Photo by JIM YOUNG / AFP) / The erroneous mention appearing in the metadata of this photo by JIM YOUNG has been modified in AFP systems in the following manner: [Suguru Osako of Japan] instead of [Suguru Osaka of Japan]. Please immediately remove the erroneous mention from all your online services and delete it from your servers. If you have been authorized by AFP to distribute it to third parties, please ensure that the same actions are carried out by them. Failure to promptly comply with these instructions will entail liability on your part for any continued or post notification usage. Therefore we thank you very much for all your attention and prompt action. We are sorry for the inconvenience this notification may cause and remain at your disposal for any further information you may require.        (Photo credit should read JIM YOUNG/AFP/Getty Images)
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Die Athleten des Nike Oregon Projects

Die deutschen Zehnkämpfer kämpften dagegen mit einem ganz schwierigen Weitsprung. Nach zwei Wettbewerben war der WM-Dritte Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) mit 1777 Punkten Zehnter. Shootingstar Niklas Kaul (Mainz) lag nach großen Problemen mit der Weitenmessung und einem erfolgreichen Protest mit 1660 Punkten auf Platz 19.

Klosterhalfen über Salazar: "Schockierende Nachricht"

Doch viele Blicke waren um kurz vor 19.00 Uhr Ortszeit auf Klosterhalfen gerichtet. Am Dienstag war Salazar wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Bestimmungen vier Jahre gesperrt worden. Seit April trainiert Klosterhalfen in dem elitären Laufteam - aber nicht bei ihm direkt, sondern unter Pete Julian. Die Frage war: Wirkte sich die Aufregung dennoch auf ihre Leistung aus? Die Antwort: Nein. In 15:01,57 Minuten wurde sie Zweite in ihren Vorlauf.

"Es war noch nicht so schnell. Am Anfang war es sehr langsam, da muss man ruhig bleiben. Irgendwann habe ich gedacht, wir sind noch ganz schön viele, da musste ich ein bisschen anziehen", sagte Klosterhalfen im ZDF. Zum Thema Salazar meinte sie: "Ich habe das erst durch mein Team mitgekommen. Das ist eine schockierende Nachricht, mehr kann ich dazu auch erstmal nicht sagen."

Klosterhalfen ist in dieser Saison so stark wie noch nie. Drei deutsche Rekorde (Meile, 3000 und 5000 m) verbesserte sie in diesem Sommer, dazu kamen starke Auftritte in der Diamond League. Am Samstag (20.25 Uhr) soll nun ihre erste WM-Medaille folgen. Hanna Klein (Schorndorf/15:28,65) schied wie über 1500 m Caterina Granz (Berlin/4:12,36) im Vorlauf aus.

Japan's Takashi Eto competes in the Men's High Jump heats at the 2019 IAAF Athletics World Championships at the Khalifa International stadium in Doha on October 1, 2019. (Photo by Antonin THUILLIER / AFP)        (Photo credit should read ANTONIN THUILLIER/AFP/Getty Images)
Leichtathletik-WM, Doha, Katar
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DOHA, QATAR - SEPTEMBER 27: Alisa Vainio of Finland is taken off on a wheelchair after the Women's Marathon on day one of 17th IAAF World Athletics Championships Doha 2019 at Khalifa International Stadium on September 27, 2019 in Doha, Qatar. (Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images for IAAF)
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Leichathletik-WM in Doha: Die WM der Extreme

Schwanitz im Finale - Kaul startet mit Problemen

Schwanitz (LV Erzgebirge) benötigte für ihr nächstes WM-Finale gerade einmal einen Versuch. 18,52 m bedeuteten den direkten Finaleinzug, am Donnerstag (21.35 Uhr MESZ) geht es um die Medaillen.

"So war der Plan", sagte Schwanitz im ZDF: "Ich habe es mir viel schlimmer vorgestellt hier im Stadion - jetzt freue ich mich auf morgen." Vor vier Jahren in Peking hatte die 33-Jährige Gold gewonnen, 2017 fehlte sie wegen ihrer Babypause. Bei der Heim-EM im vergangenen Jahr gewann sie Silber. Sara Gambetta (Halle/Saale) verfehlte nach ihren 18,01 m als 13. das Finale nur um drei Zentimeter, Alina Kenzel (Waiblingen) hatte mit 17,46 m keine Chance.

Im Zehnkampf fehlte Europameister Arthur Abele (Ulm) verletzungsbedingt. Kaul, mit der zweitbesten Leistung angereist, musste im Weitsprung einige Querelen überstehen. Sein erster Versuch wurde mit 6,32 m gemessen, war aber nach Ansicht der Fernsehbilder deutlich weiter. 

Der DLV legte Protest ein, letztendlich wurde der Versuch auf 7,19 m verbessert. Der zweite Wettkampftag ist aber der deutlich stärkere des U23-Europameisters. Tim Nowak (Ulm) ist 18. mit 1664 Zählern. Im Siebenkampf hatte Vize-Weltmeisterin Carolin Schäfer ihre Teilnahme verletzungsbedingt absagen müssen.

Starker Auftritt der Diskus-Frauen

Im Diskus qualifizierten sich alle drei deutschen Werferinnen für das Finale am Freitag (20.00 Uhr/MESZ). Die deutsche Meisterin Kristin Pudenz (Potsdam) kam im ersten Wurf auf 63,35 m, die EM-Zweite Nadine Müller (Halle/Saale) erreichte 62,93, Claudine Vita (Neubrandenburg) belegte mit 62,31 Platz elf.

Viertes WM-Gold für Hammerwerfer

Pawel Fajdek aus Polen ist zum vierten Mal in Folge Hammerwurf-Weltmeister. Der 30-Jährige setzte sich bei der Leichtathletik-WM in Doha mit 80,50 m vor dem Franzosen Quentin Bigot (78,19) und Bence Halasz aus Ungarn (78,18) durch.

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Kuriose Leichtathletik-Momente

Fajdek zog mit dem früheren deutschen Diskus-Star Lars Riedel gleich, der zuvor als einziger Werfer bei Weltmeisterschaften viermal Gold in Serie geholt hatte. Mit insgesamt fünf Titeln liegt Riedel in dieser Hinsicht aber noch alleine vorne.  

Amerikaner gewinnt Hürdensprint

Grant Holloway aus den USA hat bei der Leichtathletik-WM in Doha Gold über 110 m Hürden gewonnen. Der Jahresweltschnellste setzte sich in 13,10 Sekunden vor dem als neutraler Athlet startenden Russen Sergej Schubenkow (13,15), Weltmeister von 2015, durch. Bronze holte Europameister Pascal Martinot-Lagarde aus Frankreich (13,18). 

Olympiasieger und Titelverteidiger Omar McLeod aus Jamaika stürzte und kam nicht ins Ziel.