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Leichtathletik: Ukraine-Star Mahuchikh sieht auf der Laufbahn keinen Platz für „russische Killer“

Ukraine-Star: Kein Platz für „Killer“

Kurz vor Beginn der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Eugene äußert sich Yaroslava Mahuchikh zum Auschluss russischer Sportler aus dem Wettkampf. Dabei nimmt die Ukrainerin kein Blatt vor den Mund und kritisiert auch eine russische Rivalin und ehemalige Freundin.
Als Ikone der deutschen Leichtathletik werden der Weitspringerin unzählige Fragen gestellt. Uns verrät sie im Exklusiv-Interview, welche die nervigste ist und was sie auf eine einsame Insel mitnimmt.
Kurz vor Beginn der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Eugene äußert sich Yaroslava Mahuchikh zum Auschluss russischer Sportler aus dem Wettkampf. Dabei nimmt die Ukrainerin kein Blatt vor den Mund und kritisiert auch eine russische Rivalin und ehemalige Freundin.

Die ukrainische Hochspringerin Yaroslava Mahuchikh hat den Ausschluss russischer Sportler aus der Leichtathletik im Gespräch mit Reportern in Eugene befürwortet. Es gebe keinen Platz für „russische Killer“.

Der Krieg ließ auch die Freundschaft zwischen der U20-Weltrekordhalterin und ihrer großen Rivalin, der Russin Mariya Lasitskene, zerschellen. Letztere soll sich, statt an ihre ukrainischen Kolleginnen, an IOC-Präsident gewandt haben, um gegen die Sperrung zu protestieren.

Zwar hatte Lasitskene ihr Mitgefühl mit den Opfern des Krieges ausgedrückt: „Ich wüsste nicht, wie ich ihnen in die Augen sehen oder was ich zu ihnen sagen sollte. Sie und ihre Familien machen etwas durch, was kein Mensch erleben sollte“ - wollte aber nicht auf die Medaillenchancen verzichten.

Die 29-jährige Russin, die ihrer jüngeren Konkurrentin unter anderem letztes Jahr das olympische Gold weggeschnappt hatte, bezeichnete den Ausschluss durch das IOC als Beginn eines „neuen Krieges“.

„Ich möchte auf der Bahn keine Mörder sehen“

„Ich möchte keine Mörder auf der Bahn sehen, weil dieser Krieg wirklich viele Sportler getötet hat“, sagte Mahuchikh derweil zur Entscheidung, russische Sportler auszuschließen.

Mahuchikh rückte im März ins Rampenlicht, als sie bei den Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaften in Belgrad die Goldmedaille gewann. Ein Ergebnis von 2,02 Metern reichte für den Sieg, während ihre persönliche Bestleistung in der Halle vier Zentimeter höher liegt.

Zum Wettkampf in der serbischen Hauptstadt war die 20-Jährige aus ihrer Heimatstadt Dnipro geflohen. „Drei Tage mit dem Auto, das waren die längsten drei Tage für mich“, berichtete Mahuchikh von ihrer Reise.