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Brief an Pinkwart: VWS fordert Verzicht auf Rückzahlung der Soforthilfen

Brief an Pinkwart: VWS fordert Verzicht auf Rückzahlung der Soforthilfen

Der VWS hat die nordrhein-westfälische Landesregierung aufgefordert, auf die Rückzahlung der Soforthilfen durch die Empfänger zu verzichten.
Pinkwart aufgefordert, von Rückzahlungen abzusehen
Pinkwart aufgefordert, von Rückzahlungen abzusehen
© AFP/SID/FEDERICO GAMBARINI
SID
von SID
27.01.2021 | 17:34 Uhr

Der Verband Westdeutscher Sportjournalisten (VWS), mit 600 Mitgliedern größter Einzelverband im Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS), hat die nordrhein-westfälische Landesregierung aufgefordert, auf die Rückzahlung der Soforthilfen durch die Empfänger zu verzichten. Einen entsprechenden Brief adressierte der VWS an NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP).

"Nun stoppt und erschwert der zweite Lockdown erneut die Berufsausübung vieler aus dem Kollegenkreis in dramatischer Weise. Erschwerend kommt hinzu, dass die Soforthilfe-Empfänger bereits im Dezember 2020 zur Abrechnung bzw. Rückzahlung der staatlichen Hilfe aufgefordert worden sind", heißt es in dem von VWS-Präsident Sebastian Hellmann (Sky) unterschriebenen Brief. Deshalb "bitten wir Sie, auf die Rückzahlung der Soforthilfe komplett zu verzichten".

Man halte das in Anbetracht des zweiten Lockdowns und der damit verbundenen weiterhin stark eingeschränkten Einnahme-Situation der betroffenen, freiberuflich tätigen Kollegen und Kolleginnen "für unangebracht und nicht leistbar".

Laut VWS sei den Kollegen, die die Soforthilfen in Anspruch genommen haben, nicht klar gewesen, "dass die Soforthilfe sich nur auf Betriebskosten und nicht auf die drastisch gesunkenen Einnahmen aus Honoraren bezieht". Die rund 300 Freiberufler und Freiberuflerinnen des VWS "waren und sind alle vom weitgehenden Stopp des Sports massiv betroffen". Renommierte Fotografen hätten zur persönlichen Existenzsicherung eine Tätigkeit als Lagerarbeiter annehmen müssen, so der VWS in dem Schreiben.

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