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Nach Eklat: Fünfkampf will sich neu erfinden

Nach Eklat: Fünfkampf will sich neu erfinden

Der Weltverband der Modernen Fünfkämpfer (UIPM) will auf das olympische Reit-Drama um Annika Schleu mit einem Maßnahmen-Katalog reagieren.
Die Trainer von Fünfkämpferin Annika Schleu wurde aus dem verkehr gezogen. Grund waren ihre Aussagen beim Drama im Pferdewettbewerb.
SID
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von SID

Der Weltverband der Modernen Fünfkämpfer (UIPM) will auf das olympische Reit-Drama um Annika Schleu mit einem Maßnahmen-Katalog reagieren. Damit wolle man “das Wohlergehen der Pferde im Modernen Fünfkampf verbessern und eine sicherere Reitdisziplin für alle Teilnehmer schaffen”, teilte die UIPM am Donnerstag mit.

Unter anderem wird eine Reit-Arbeitsgruppe zusammengestellt, die die Vorfälle in Tokio umfassend überprüfen und Vorschläge zur künftigen Vermeidung dieser sammeln soll.

Die UIPM werde eine Reihe von Modifikationen entwerfen, die auf das ab 2022 gültige Format mit weniger Sprüngen sowie niedrigeren und weniger anspruchsvollen Hindernissen zugeschnitten seien. Außerdem sollen die Trainingsinhalte mit Schulungen und Fallstudien-Materialien zum Tierwohl und besserem Umgang mit bestimmten Situationen angereichert werden.

Reiten soll weiter Teil des Fünfkampfes sein

Die Vorschläge und Empfehlungen sollen bei einer Exekutive-Sitzung am 24. und 25. November diskutiert und entsprechende Anträge beim anschließenden UIPM-Kongress verabschiedet werden. Eine Streichung der Disziplin Reiten ist jedoch nicht vorgesehen.

Das Reiten bleibe “integraler Bestandteil des Modernen Fünfkampfs - basierend auf der Vision von Pierre de Coubertin”, wird UIPM-Präsident Klaus Schormann in der Mitteilung zitiert.

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