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Wasserspringen-Weltcup in Mexiko abgesagt – Gewalt-Alarm!

Mexiko-Unruhen führen zu Absage

Die Gewalteskalation hat auch Auswirkungen auf den Sport. Ein Weltcup im Wasserspringen wird abgesagt.
Weltcup in Mexiko abgesagt
Weltcup in Mexiko abgesagt
© IMAGO/SID/Sven Simon
Die Gewalteskalation hat auch Auswirkungen auf den Sport. Ein Weltcup im Wasserspringen wird abgesagt.

Der Weltcup im Wasserspringen in Zapopan ist wegen der angespannten Sicherheitslage in Mexiko abgesagt worden. Das teilte der Weltverband World Aquatics am Donnerstag mit.

Die zweite Station der Serie sollte ursprünglich vom 5. bis 8. März in der Stadt im Bundesstaat Jalisco stattfinden.

World Aquatics: Sicherheit hat Vorrang

World Aquatics begründete die Entscheidung mit einer umfassenden Risikobewertung. „Diese Entscheidung erfolgte nach einer gründlichen Analyse der Lage in Zapopan und im Bundesstaat Jalisco. Die Sicherheit aller Teilnehmer an World-Aquatics-Veranstaltungen hat für uns oberste Priorität“, hieß es in einer Mitteilung des Verbandes.

DSV: Athletenwohl hat oberste Priorität

Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) begrüßte den Schritt. „Die Sicherheit unserer Aktiven hat für uns oberste Priorität, deshalb unterstützen wir die Entscheidung von World Aquatics“, sagte Christian Hansmann, Vorstand Leistungssport im DSV. Angesichts der dynamischen Lage und möglicher weiterer Gewalt könne man die Athletinnen und Athleten diesem Risiko nicht aussetzen. Auch andere führende Nationen hatten sich zuvor gegen eine Durchführung des Events ausgesprochen.

Die Qualifikation für das Super Final vom 1. bis 3. Mai in Peking erfolgt nun ausschließlich auf Grundlage der Ergebnisse der laufenden Weltcup-Station in Montréal.

Mexiko: Unruhen nach Tod von „El Mencho“

Nach dem Tod des Drogenbosses Nemesio „El Mencho“ Oseguera Cervantes ist es in weiten Teilen Mexikos zu schweren Unruhen gekommen. Die Regierung mobilisierte Sicherheitskräfte und Militär, mehrere Länder – darunter auch Deutschland – sprachen Reisewarnungen aus. Das Auswärtige Amt rät derzeit von Reisen in die betroffene Region ab.