Olympia live vor Ort erleben: Das könnte für eine Rekordanzahl von 17,6 Millionen Sportfans Wirklichkeit werden – wenn der Standort Köln-Rhein/Ruhr mit seiner Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele erfolgreich ist. Laut Berechnungen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) könnte Köln-Rhein/Ruhr, einer von drei nationalen Bewerbern, das größte Ticketkontingent jemals anbieten. Wie Nordrhein-Westfalens Staatskanzlei am Freitag mitteilte, entspricht dies einer Steigerung des bislang geplanten Potenzials um 3,6 Millionen Tickets.
Olympia 17,6 Mio Tickets: KölnRheinRuhr plant Weltrekord
17,6 Millionen Tickets: KölnRheinRuhr plant „Weltrekord“
KölnRheinRuhr plant Olympia-Weltrekord
„Das ist Weltrekord! KölnRheinRuhr bietet die größte Bühne für den größten Moment der Athletinnen und Athleten“, sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nach aktuellem Stand können wir damit auch Tickets zu günstigen Preisen anbieten, die sich speziell an junge Menschen, Familien und ehrenamtlich Engagierte richten.“
Die Berechnung des DOSB erfolgte auf Grundlage von finalen Anpassungen im Konzept. Es handele sich um „viele große und spektakuläre Sportstätten im direkten Umkreis, die zu 100 Prozent bestehen oder temporär errichtet werden“, sagte Wüst: „Schwimmen auf Schalke vor 60.000 Fans, die Finalspiele in Handball, Basketball und Volleyball vor 50.000 Menschen in Düsseldorf – solche Kulissen hat Olympia in dieser Form noch nie erlebt.“
17,6-Millionen-Tickets als Maßstab
Mit 17,6 Millionen Tickets läge Köln-Rhein/Ruhr deutlich vor allen bisherigen und auch zukünftigen Ausrichtern. Für die Spiele in Los Angeles 2028 werden aktuell 14 Millionen Tickets geplant, bei den Spielen in Paris 2024 waren es 12,8 Millionen.
Die Olympiabewerbung von Köln-Rhein/Ruhr war im April per Bürgerentscheid mit einer Zustimmung von 66,0 Prozent beschlossen worden. Weitere nationale Bewerber sind München und Berlin, Hamburg war wie schon 2015 mit einem Bürgerentscheid gescheitert. Am 26. September entscheidet der DOSB, mit welcher Region er sich um die Austragung der Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewirbt und in Konkurrenz zu den internationalen Interessenten tritt.