Kathrin Marchand hat sich erneut zur Weltmeisterin im Para Rudern gekrönt – und auch einer längeren Gewitterunterbrechung getrotzt. Mit Valentin Luz setzte sich die Kölnerin, die zuletzt als Skilangläuferin bei den Paralympischen Winterspielen Geschichte geschrieben hatte, im Mixed-Doppelzweier im um über eine Stunde verschobenen Finale der Klasse PR3 auf der Boosban in Amsterdam in 7:03,97 Minuten deutlich vor den Booten aus der Ukraine (7:09,28) und Australien (7:12,56) durch und verteidigte den Titel souverän.
Para-Rudern: Trotz Gewitter – Marchand/Luz holen WM-Gold
Para Rudern: Marchand wieder Weltmeisterin
Unbesiegtes Ruder-Duo dominiert erneut
Marchand und Luz blieben damit auch im zwölften Rennen als Duo unbesiegt. Das große Ziel der Dominatoren sind die Sommerspiele in Los Angeles 2028. Über die 2000 m geriet der Sieg nie in Gefahr, der Vorsprung betrug letztlich knapp eine Bootslänge. Zuvor hatten Marchand und Luz über eine Stunde auf ihren Einsatz warten müssen, als ein Gewitter mit Starkregen für eine Unterbrechung der Wettbewerbe gesorgt hatte.
Für Marchand und Luz ist es nach den beiden EM-Titel und dem Triumph bei der Weltmeisterschaft im Vorjahr der vierte große gemeinsame Sieg. Marchand, die 2016 in Rio bei Olympia teilnahm, hatte vor sechs Jahren einen Schlaganfall erlitten. Seit 2022 rudert Marchand im Parasport, nur eine paralympische Medaille fehlt noch in ihrer Titelsammlung auf dem Wasser.
Marchand verpasst Medaille hauchdünn
Bei den Sommerspielen 2024 in Paris hatte Marchand im Vierer eine Medaille noch um sechs Hundertstel verpasst. Im vergangenen März hatte Marchand als erste Athletin Geschichte geschrieben, die an Olympischen Spielen und Paralympischen Sommer- und Winterspielen am Start stand. Im Skilanglauf verpasste Marchand als Vierte das Podium jedoch knapp.
Am Donnerstag hatten bereits Jasmina Bier und Paul Umbach in der Klasse PR2 dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) eine Goldmedaille beschert.