Bundestrainer Christoph Bohm hat nach Abschluss der Wassersprung-Wettbewerbe bei der Schwimm-EM in Paris ein positives Fazit gezogen. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte der DSV-Coach: „Es ging sicher nicht alles auf, aber wir hatten hochklassige Wettkämpfe, wir haben zehn Medaillen gewonnen mit teilweise Spitzenleistungen, wenn man auch Richtung Weltspitze geht.“
DSV-Springer glänzen bei Schwimm-EM: Bohm feiert 10 Medaillen
Positives EM-Fazit bei Wasserspringern
Wesemann bricht 500-Punkte-Schallmauer
Besonders hob Bohm die Europameister Moritz Wesemann (1-m-Brett und 3-m-Brett), Lou Massenberg und Jonathan Schauer (3-m-Synchron) sowie das Mixed-Turmduo Pauline Pfeif und Ole Rösler, die zu Silber gesprungen waren, hervor. „Das war herausragend“, meinte Bohm.
Vor allem Wesemann (Halle/Saale), der vom 3-m-Brett mit 506,80 Punkten eine Schallmauer durchbrochen hatte, habe sich „absolut abgebrüht“ bei den Titelkämpfen präsentiert, lobte Bohm: „Er hat fleißig trainiert, wir haben in der Vorbereitung viel gemacht, viel probiert. Er war topfit, hat es abgerufen – das war Nervenstärke pur.“ Wenn man über 500 Zähler in einer Einzeldisziplin springe, „dann ist das schon Weltspitze und dann kratzt man auch am Podium“, sagte Bohm. Neben Wesemann war auch Jaden Eikermann (Aachen) im Einzelfinale vom Turm mit 513,05 Punkten vor Ole Rösler (Rostock) über diese Marke zu Silber gesprungen.
Wasserspringer dominieren die Medaillenwertung
Der Auftakt in die Wettkämpfe war dabei mit einem siebten Platz im Mixed-Team-Event nicht nach Plan verlaufen, aber „die ganze Mannschaft hat eine super Reaktion gezeigt“, betonte Bohm. Das Wassersprungteam verlässt das Centre Aquatique Olympique am Stade de France mit dreimal Gold, viermal Silber und dreimal Bronze – und gewann mit den meisten Medaillen die Nationenwertung.
Insgesamt könne man die Leistungen gut „einordnen, weil ganz Europa da war“. Dies sei in den vergangenen Jahren, in denen neben der EM auch Olympische Spiele oder Weltmeisterschaften ausgetragen worden waren, nicht immer der Fall gewesen. In Paris seien vor allem Großbritannien und Italien „mit voller Mannschaft“ angetreten, zudem waren auch die Athleten aus Russland wieder dabei.
Mit Blick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles betonte Bohm: „Wir müssen weiterarbeiten, wir müssen fleißig sein und demütig bleiben.“