DOSB-Präsident glaubt an Olympia in Deutschland
"Heute ist ein trauriger Tag!"
Am Samstag wird Deutschlands Kandidat für künftige Sommerspiele gewählt. Der DOSB-Präsident erwartet danach neue Impulse für den Sport im ganzen Land.
DOSB-Präsident Thomas Weikert geht unabhängig vom Ausgang der Wahl des deutschen Olympiabewerbers am Samstag von großen Erfolgsaussichten beim IOC aus. „Ein Bewerber aus Deutschland ist immer ein starker Bewerber“, sagte der 64-Jährige im Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Wir sind bereit für die Sportler und Sportlerinnen dieser Welt. Selbst wenn es darum geht, die Sommerspiele 2036 zu uns zu holen.“
Er erfahre immer wieder im Ausland, „dass uns im Sport Berlin 1936 nicht mehr angelastet wird. Selbst wenn es nicht direkt die erste Möglichkeit werden sollte: Wichtig ist, dass wir Olympische Spiele überhaupt mal wieder nach Deutschland bekommen“, erklärte Weikert, der seit 2021 an der Spitze des Deutschen Olympischen Sportbundes steht und den akribisch geplanten achten Anlauf seit den Spielen von München 1972 angestoßen hatte.
Weikert fordert deutsches Olympia-Comeback
Die Entscheidung bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Kurhaus von Baden-Baden fällt am Samstagmittag gegen 14 Uhr, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird den Sieger verkünden. Für Weikert markiert der Moment, in dem „München“ oder „Köln/Rhein-Ruhr“ aus dem Umschlag gezogen wird, aber nur den Startpunkt der zweiten Etappe:
„Ich erwarte, dass in der Region, die uns dann in gut zweieinhalb Jahren bei der ersten Vergabe für 2036 vertritt, einiges geschieht, der Zugang zum Sport erleichtert wird. Letztlich soll aber im ganzen Land etwas durch diese Bewerbung in Bewegung kommen.“
Deutsche Stärke beeindruckt das IOC
Der Sieger tritt beim Internationalen Olympischen Komitee in den Wettstreit um Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 ein. Weikert unterstrich die Organisationsstärke Deutschlands, die auch bei den Entscheidern Eindruck mache: „Wovon sich die IOC-Mitglieder jüngst überzeugen konnten, ob das die Finals in Hannover oder die Weltmeisterschaften in der Rhythmischen Sportgymnastik in Frankfurt und im Reiten in Aachen waren: dass wir Großveranstaltungen picobello austragen können.“
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Das IOC entscheidet 2029 über den Gastgeber 2036. Weikert persönlich hofft, dass „in zweieinhalb Jahren direkt für 2036 und 2040 entschieden wird. Aber wir akzeptieren selbstverständlich das Prozedere, das das IOC vorgibt.“