Weikert: DOSB in guten Händen

von SID
Weikert: DOSB in guten Händen

Über einen möglichen Nachfolger will der 64-Jährige, der nicht nochmal als DOSB-Präsident kandidiert, aber nicht sprechen.

Den Verzicht auf eine erneute Kandidatur für eine weitere Amtszeit als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hatte Thomas Weikert am Donnerstag erklärt – an der Diskussion über seinen Nachfolger möchte sich der 64-Jährige aber nicht beteiligen. „Ich will nur, dass der DOSB in guten Händen ist“, sagte Weikert im Interview mit der FAZ, „das wird er auch zukünftig sein. Egal, wer es wird.“

Mronz und Engelhardt als DOSB-Kandidaten

Als potenzieller Bewerber bei der Mitgliederversammlung am 5. Dezember in Frankfurt am Main gilt Sportmanager Michael Mronz, der 59-Jährige gehört als Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) dem DOSB-Präsidium automatisch an. Auch Martin Engelhardt, Präsident der Deutschen Triathlon Union (DTU) und wie Mronz Teil des zehnköpfigen DOSB-Präsidiums, soll ein Kandidat sein. Eine Findungskommission des DOSB hatte bereits mögliche Kandidatinnen und Kandidaten für eine Nachfolge sondiert.

Mit Mronz sei er „vernünftig und gut ausgekommen“, sagte Weikert, „wir haben viele Sachen abgesprochen, auch international“. Auch mit der Findungskommission habe er gesprochen, sich dann aber nicht weiter mit ihr beschäftigt, sondern mit der Frage, ob er selbst noch mal kandidiere.

Weikert kritisiert Ehrenamtsvergütung

Weikert steht seit 2021 an der Spitze des deutschen Sport-Dachverbandes. Sein Rückzug habe „verschiedene Gründe“, unter anderem sei die Arbeitsbelastung als DOSB-Präsident „enorm“ gewesen. Jedoch sei in seiner Amtszeit einiges erreicht worden; Weikert verwies unter anderem auf die Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele und die Paralympics mit der Stadt München, den verabschiedeten Safe Sport Code und die Agentur für Spitzensport, die in Leipzig eingerichtet werden wird.

Kritik übte Weikert an der Bezahlung für den DOSB-Präsidenten. Bislang war dieser streng ehrenamtlich tätig und erhielt lediglich einen Auslagenersatz in Höhe von 250 Euro pro Monat. Ab Januar 2027 soll es 2000 Euro brutto im Monat geben, „das halte ich, das darf ich laut sagen, für völlig ungenügend“, betonte Weikert.