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Maulkorb für Vettel und Leclerc

Maulkorb für Vettel und Leclerc

Nach dem Crash in Brasilien verhängt Ferrari einen Maulkorb gegen seine beiden Piloten. Teamchef Mattia Binotto kündigt eine umfangreiche Analyse an.
Max Verstappen gewinnt einen völlig verrückten Brasilien-GP. Sebastian Vettel und Charles Leclerc räumen sich gegenseitig ab.
Sportinformationsdienst
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von Sportinformationsdienst

Maulkorb für die Crashpiloten: Sebastian Vettel und Charles Leclerc durften sich nach ihrem spektakulären Unfall in Brasilien nicht mehr vor der Presse äußern.

SAO PAULO, BRAZIL - NOVEMBER 16: The chequered flag is waved during qualifying for the F1 Grand Prix of Brazil at Autodromo Jose Carlos Pace on November 16, 2019 in Sao Paulo, Brazil. (Photo by Mark Thompson/Getty Images)
SAO PAULO, BRAZIL - NOVEMBER 17: Footballer Dani Alves looks on in the Paddock before the F1 Grand Prix of Brazil at Autodromo Jose Carlos Pace on November 17, 2019 in Sao Paulo, Brazil. (Photo by Charles Coates/Getty Images)
SAO PAULO, BRAZIL - NOVEMBER 17: Bruno Senna drives the McLaren MP4/4 of his uncle, Brazilian Formula One legend Ayrton Senna before the F1 Grand Prix of Brazil at Autodromo Jose Carlos Pace on November 17, 2019 in Sao Paulo, Brazil. (Photo by Robert Cianflone/Getty Images)
Bruno Senna, the nephew of the late Brazilian driver Ayrton Senna, powers the latter's McLaren during a tribute before the start of the F1 Brazil Grand Prix, at the Interlagos racetrack in Sao Paulo, Brazil on November 17, 2019. (Photo by Douglas Magno / AFP) (Photo by DOUGLAS MAGNO/AFP via Getty Images)
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Ferrari sagte die eigentlich obligatorische und bereits für 17.40 Uhr Ortszeit angesetzte Medienrunde mit den beiden Piloten kurzerhand ab. "Wir bevorzugen es so", hieß es von einer Sprecherin dazu lapidar. Einzig Teamchef Mattia Binotto äußerte sich nach den kurzen TV-Interviews noch einmal ausführlich zu dem Fiasko der Scuderia in Sao Paulo.

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"Natürlich müssen wir uns jetzt zusammensetzen und gemeinsam entscheiden, wo die Grenzen liegen - um sicherzustellen, dass so etwas nicht wieder passiert", sagte Binotto. Der 50-Jährige vermied es aber, Vettel oder Leclerc die Schuld an dem Unfall kurz vor dem Ende des Rennens zu geben. "Es ist noch nicht an der Zeit ein Fazit zu ziehen. Wir werden uns in Maranello alle Daten und Bilder noch einmal in Ruhe anschauen und analysieren", sagte Binotto, der seinen Fahrern aber einen Rüffel mitgab: "Frei gegeneinander zu fahren heißt nicht, verrückte Sachen zu machen." Auf eine Teamorder hatte Ferrari in dieser Saison verzichtet.

Binotto war hinterher sehr darum bemüht, die Wogen wieder zu glätten. "Es ist immer noch ein Luxus diese beiden Fahrer zu haben, es sind zwei sehr gute Piloten", sagte er. Gleich nach dem Rennen rief Binotto Vettel und Leclerc zu einem Gespräch zu sich und gab ihnen einen klaren Auftrag mit für die TV-Interviews: "Ich habe ihnen gesagt, dass ich hören will, dass es ihnen für das Team leid tut." Danach durften Vettel und Leclerc dann nichts mehr sagen.