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Jerez: Michael Schumacher und Villeneuve crashen 1997 - Weber verrät Details

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Jerez: Michael Schumacher und Villeneuve crashen 1997 - Weber verrät Details

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Wieso Schumachers Sorry ausblieb

Wieso Schumachers Sorry ausblieb

Michael Schumacher hat sich für seinen legendären Rammstoß gegen Jacques Villeneuve beim Formel-1-Rennen 1997 in Jerez nie entschuldigt. Sein Ex-Manager erklärt warum.
Als mehrfacher Formel1-Weltmeister hat er die Herzen der Fans im Sturm erobert: SPORT1 History blickt zurück auf eine bewegende Karriere.
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von SPORT1

Es war einer der folgenschwersten Zusammenstöße der Formel-1-Geschichte: Beim letzten Rennen der Saison 1997 in Jerez kollidierten Jacques Villeneuve im Williams und Michael Schumacher im Ferrari.

Brazilian Formula One driver Ayrton Senna (L) chats with French Alain Prost at his pits during the Belgian Grand Prix on August 28, 1988. (Photo by - / AFP)        (Photo credit should read -/AFP/Getty Images)
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SINGAPORE, SINGAPORE - SEPTEMBER 22: Charles Leclerc of Monaco and Ferrari prepares to drive on the grid before the F1 Grand Prix of Singapore at Marina Bay Street Circuit on September 22, 2019 in Singapore. (Photo by Lars Baron/Getty Images)
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Da der Deutsche nicht weiterfahren konnte, Villeneuve aber die Ziellinie erreichte, fing der Kanadier Schumacher im WM-Ranking noch ab und wurde Weltmeister.

Damit verhinderte er auch Schumis ersten Titel mit Ferrari, es wäre sein dritter insgesamt gewesen.

Schumacher stößt mit Villeneuve zusammen

Was war genau geschehen?

Schumacher war mit einem Punkt Vorsprung zum Saisonfinale am 26. Oktober nach Spanien gereist. In der 48. Runde startete der klar schnellere Villeneuve auf der Innenseite einen Überholversuch.

Schumacher zog nach innen, sodass sein roter Bolide und der Williams des Kanadiers kollidierten. Da der Rekordweltmeister liegen blieb, war es für Villeneuve ein Leichtes, den WM-Triumph einzufahren.

Der Deutsche gestand zwar öffentlich ein, einen Fehler gemacht zu haben, hat sich aber nie dafür entschuldigt, was ihm Kritiker und Fans bis heute noch übel nehmen. Willi Weber, Schumachers damaliger Manager erklärt nun, warum dieser das nie gemacht hat.

Weber erklärt Schumachers Verhalten

"Da spielen einige Dinge mit. Zum Beispiel, dass Michael Steinbock ist", erklärt der 78-Jährige bei motorsport-total.com und führt weiter aus: "Steinbock-Männer, mit denen ich sehr, sehr viel zu tun hatte in meinem Leben, haben einfach nicht die Möglichkeit, sich erstens mal hinzustellen und sich zu entschuldigen. Weil ein Steinbock grundsätzlich keine Fehler macht. (...) Wenn sie der Meinung sind, sie haben keinen Fehler gemacht, und sie machen auch keine, können sie sich nicht dafür entschuldigen. So einfach ist das."

Weber hatte bereits am Tag des Rennens das Gespräch mit Schumacher gesucht - "als sein Freund, nicht als Manager". Wie seinen Ausführungen im Interview mit dem Motorsport-Portal zu entnehmen ist, war Schumachers Crash kein Zufall.

Benetton-Ford's team manager Flavio Briatore (R) hugs German driver Michael Schumacher after his victory in the Monaco Formula One Grand Prix on May 15, 1994. (Photo by Christophe SIMON / AFP)        (Photo credit should read CHRISTOPHE SIMON/AFP via Getty Images)
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Die Unterbringung ist 1991 wenig luxoriös. Schumacher: "Die Geschichte, dass wir in einer Jugendherberge wohnten, ist bekannt. Ich habe mich auch etwas gewundert. Ich dachte, wir sind jetzt in der Formel 1, und das ist die Königsklasse. Willi (Weber, d. Red.) hat schon ein bisschen das Gesicht verzogen, als er die Zimmer sah"
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Weber: "Mach es wie Senna!"

Weber selbst fragte seinen Schützling damals: "Was ist in dich gefahren, was war das?"

Und weiter: "Wenn du das jemals wieder machst, dann mach es bitte so wie der Ayrton Senna mit dem Alain Prost! Und nicht so halbherzig.'" Damit nämlich "beide raus sind, beide nicht mehr weiterfahren können".

Damit spielte er auf den von Senna herbeigeführten Crash von 1990 in Japan, der ihn zum Weltmeister machte.

An den Geschehnissen hatte Schumacher noch lange zu knabbern.

"Michael war in einer Verfassung, wie ich ihn selten gesehen habe. Zwischen Wut und Verzweiflung. Das Bedürfnis, sich entschuldigen zu müssen. Zu wissen, er hat einen Riesenfehler gemacht. Und auf der anderen Seite die Wut, wenn er schon sowas macht, dass er es nicht richtig gemacht hat", fügt Weber hinzu.