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Vettel-Sabotage? Ferrari reagiert

Vettel-Sabotage? Ferrari reagiert

Mattia Binotto stellt klar, dass ein vorzeitiger Rauswurf von Sebastian Vettel nicht zur Debatte steht. Zudem spricht der Ferrari-Teamchef über Sabotage-Gerüchte.
Sebastian Vettel (M.) hört am Saisonende 2020 bei Ferrari auf
Sebastian Vettel (M.) hört am Saisonende 2020 bei Ferrari auf
© Imago
SID
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von SID

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hat Spekulationen über einen vorzeitigen Rauswurf Sebastian Vettels deutlich zurückgewiesen und ein solches Szenario ausgeschlossen. (Formel 1: Großer Preis von Spanien am Sonntag ab 15.10 Uhr im LIVETICKER)

"Das wäre eine Schande, wenn wir so etwas tun würden", sagte der 50-Jährige im Gespräch mit der Bild am Sonntag: "Sebastian ist ein Teil unserer Familie. Unabhängig von den Entscheidungen, die wir für die Zukunft getroffen haben, gehört er zur Ferrari-Familie."

Der Rennstall vertraue dem Deutschen "als Fahrer und als Mensch. Er ist ein großartiger Fahrer, auch immer noch schnell. Darum würden wir so eine Entscheidung niemals treffen."

Nach dem Wechsel von Sebastian Vettel sind noch wenige Cockpits frei
Mercedes' Finnish driver Valtteri Bottas steers his car during the second practice session for the Formula One Styrian Grand Prix on July 10, 2020 in Spielberg, Austria. (Photo by Joe Klamar / various sources / AFP) (Photo by JOE KLAMAR/AFP via Getty Images)
Mercedes' British driver Lewis Hamilton steers his car during the second practice session for the Formula One Styrian Grand Prix on July 10, 2020 in Spielberg, Austria. (Photo by Joe Klamar / various sources / AFP) (Photo by JOE KLAMAR/AFP via Getty Images)
Ferrari's Monegasque driver Charles Leclerc addresses the drivers' press conference ahead of the Formula One Styrian Grand Prix on July 9, 2020 in Spielberg, Austria. (Photo by Bryn Lennon / POOL / AFP) (Photo by BRYN LENNON/POOL/AFP via Getty Images)
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Fahrerkarussell: Das Vettel-Beben und die Folgen

Binotto wehrt sich gegen Sabotage-Gerücht

Vettel muss die Scuderia am Ende des Jahres verlassen, zuletzt war er deutlich langsamer als sein Teamkollege Charles Leclerc (22) unterwegs. Auch Sabotage-Gerüchte kamen vor diesem Hintergrund auf. "Das ist komplett falsch", sagte Binotto dazu, "zunächst einmal, weil wir Sebastian und sein Talent brauchen. Wir brauchen ihn für unseren Erfolg. Um mehr Punkte in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft zu holen, brauchen wir zwei erfolgreiche Fahrer."

Auch die Stimmung innerhalb des Teams sei trotz der baldigen Trennung und der schwierigen sportlichen Lage intakt. "Sebastian hatte und hat die volle Unterstützung von Ferrari", sagte Binotto: "Ich verstehe, dass in Deutschland jetzt viel über angebliche Spannungen zwischen ihm und uns geschrieben wurde, aber das ist alles totaler Schwachsinn. Obwohl allen klar ist, dass es seine letzte Saison ist, benimmt er sich vollkommen anständig."

Ferrari bestätigt Vettels Trennungsversion indirekt

Den Grund für Vettels Probleme habe man bislang erfolglos gesucht. Es sei schwer zu verstehen für die Fans, "für ihn, und auch für uns. Ich denke, dass es keine direkte Begründung dafür gibt. Wenn es eine gäbe, hätten wir schon etwas getan."

Binotto bestätigte zudem indirekt, dass die Trennung am Jahresende wohl doch nicht so einvernehmlich war - und eher so wie es Vettel dargestellt hatte: als vom Team gewünschte Trennung. "Wenn eine Entscheidung zusammen verkündet wird, ist das für mich auch eine gemeinsame Entscheidung. Ob beide Parteien glücklich sind, steht auf einem anderen Blatt. Natürlich war Sebastian enttäuscht", sagte Binotto.

Es ist für beide Seiten wohl besser, dass die Zusammenarbeit endet.