Warum Red Bull liefern muss

Warum Red Bull liefern muss

Max Verstappen besitzt bei Red Bull einen Vertrag bis 2023, doch diesen muss er nicht zwingend erfüllen. Helmut Marko bestätigt bei SPORT1 eine spezielle Klausel.
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Verstappens neue Liebe: Darum sorgt diese Dame für Brisanz
02:04
Ralf Bach
von R. Bach
am 15. Feb

Red Bull steht unter Druck.

Der österreichische Rennstall muss in dieser Saison seinem Heilsbringer und Superstar Max Verstappen ein Paket aus Chassis und Honda-Motor liefern, mit dem er aus eigener Kraft Weltmeister werden kann.

SPORT1 erfuhr: Es gibt eine Leistungsklausel im bis 2023 laufenden Vertrag, die Red Bull erfüllen muss. (Rennkalender der Formel 1 2021)

Marko bestätigt Klausel im Verstappen-Vertrag

Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko zu SPORT1: "Ja, es gibt eine Performance-Klausel. Ich möchte nicht in Details gehen, aber sie besagt mehr oder weniger, dass Max aus eigener Kraft um Rennsiege und die WM mitfahren kann. Kann er das, verlängert sich sein Vertrag. Wenn nicht, wäre er frei."

Was aber bedeutet aus eigener Kraft? Wie SPORT1 erfuhr, geht es um durchschnittlich etwa drei Zehntelsekunden pro Runde, die Verstappens Red Bull nicht auf das jeweils beste Auto verlieren darf. Jeder geht dabei vom Mercedes aus.

Heißt aber auch: Red Bull muss sich steigern, denn trotz zweier Saisonsiege 2020 und dem dritten Platz in der Fahrerwertung hätte Red Bull in der vergangenen Saison diese Performance-Klausel nicht erfüllt. Der Rückstand zu Branchenprimus Mercedes und dort speziell zu Superstar und Rekordweltmeister Lewis Hamilton betrug im Durchschnitt eine halbe Sekunde.

Schielt Verstappen auf Mercedes-Cockpit für 2022?

Marko weiß, dass von Red Bull mehr kommen muss. Der Red-Bull-Doc: "Das ist unser Ziel und ich glaube daran, nicht nur wegen Max, sondern weil es in unserer DNA liegt, gewinnen zu wollen." Der 77 Jahre alte Grazer ergänzt: "Wir sind auf Kurs und ich denke, wir können die Klausel erfüllen." Auch deshalb nimmt Red Bull ab 2022 die Motoren selbst in die Hand, mit Honda war man nicht immer zufrieden.

Max Verstappen wird Formel-1-Geschichte schreiben. Im Training in Suzuka wird er erstmals Formel-1-Luft schnuppern, im kommenden Jahr soll er in Melbourne sein Renndebüt geben. Mit dann 17 Jahren und 32 Tagen wird er den Rekord des jüngsten Piloten brechen. SPORT1 zeigt die 10 jüngsten Formel-1-Fahrer aller Zeiten
PLATZ 10: Der Brasilianer Tarso Marques gibt 1996 vor heimischer Kulisse im Alter von 20 Jahren und 72 Tagen sein Debüt in der Königsklasse. Bis 2001 geht er 24 Mal für Minardi an den Start. WM-Punkte holt er allerdings keine
PLATZ 8: Eddie Cheever debütiert 1978 im Alter von 20 Jahren mit dem Team Theodore Racing. Im Anschluss fährt der US-Amerikaner elf Jahre lang in der Königsklasse ehe er sich in Richtung der Indy Car Serie verabschiedet. In seinem letzten Rennen landet er im Arrows noch einmal auf dem Podium
PLATZ 8: Im selben Alter wie Cheever ist auch Jenson Button als er im Williams erstmals bei einem Grand Prix zum Einsatz kommt. Der Brite fährt als Teamkollege von Ralf Schumacher im Qualifying auf Anhieb auf Platz zwei und wird 2009 Weltmeister. Aktuell ist Button für McLaren im Einsatz
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Die jüngsten Formel-1-Debütanten

Klar ist: Für Verstappen gibt es im Moment nur die Wahl, bei Red Bull zu bleiben oder zu Mercedes zu wechseln. Wie passend, dass das Weltmeisterteam erst einmal nur für die Saison 2021 mit Lewis Hamilton verlängert hat und für 2022 zwei freie Cockpits hat. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Ex-Formel-1-Fahrer und Verstappens-Landsmann Robert Doornbos, der gute Kontakte zum Lager des 23-Jährigen hat, sagte zu Motorsport.com: "Alles hängt von diesem Jahr ab. Mercedes weiß das und Red Bull auch. Max geht nicht zu Ferrari, aber Mercedes wäre natürlich eine attraktive Option. Red Bull muss zusammen mit Honda alle Register ziehen, um sicherzustellen, dass Verstappen seinen Vertrag erfüllen will."