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Red Bull räumt mit Gerüchten auf

Red Bull räumt mit Gerüchten auf

Es ist das heißeste Duell der letzten Jahre: Max Verstappen gegen Lewis Hamilton, Mercedes gegen Red Bull. Doch an einer Wunder-Radaufhängung für Red Bull ist nichts dran.
Der Formel-1-Auftakt von Mick Schumacher war mit viel Euphorie verbunden. Sein Onkel Ralf Schumacher sieht aber eine harte Saison auf den Sohn von Bruder Michael zukommen.
Ralf Bach
Ralf Bach
von Ralf Bach

Dr. Helmut Marko leidet immer noch ein wenig wegen des verpassten Sieges beim Formel-1-Auftaktrennen in Bahrain. "Ich lecke immer noch die Wunden", so der Red-Bull-Chefberater zu SPORT1.

"Allerdings", räumt der Grazer ein, "sind es im Vergleich zur letzten Saison doch eher kleine Kratzer. Denn wir sind auf Augenhöhe mit Mercedes und erster Herausforderer. Das war ja auch das Ziel. Wir sind auf jeden Fall auf dem richtigen Weg."

Beim nächsten Rennen in Imola soll der erste Sieg folgen. Marko: "Ich weiß nicht, was Mercedes alles entwickelt. Aber wir verlassen uns auf das Paket, das wir in Bahrain hatten und dort einfach nicht maximal genutzt haben."

Marko räumt mit Gerücht um Wunder-Radaufhängung von Red Bull auf

Gleichzeitig räumt Marko bei SPORT1 mit Gerüchten auf, die insbesondere aus England kamen. In Imola würde Red Bull mit einer neuen geheimnisvollen Radaufhängung fahren, wurde da spekuliert. Marko stellt klar: "Das ist völliger Blödsinn. Mit dieser 'geheimnisvollen' Radaufhängung sind wir schon beim Auftakt in Bahrain gefahren. Sie ist auch nichts Besonderes, sondern wir mussten sie konstruieren, weil wir eine Aufhängung brauchten, die optimal zum extrem schmalen und engen Heck passt, das wir in dieser Saison um den neuen, kleineren und kompakteren Honda-Motor gebaut haben." (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Marko erwartet in Italien wieder einen Zweikampf zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton: "In Bahrain hat sich schon gezeigt, dass beide in einer eigenen Liga fahren, auf absolutem Topniveau. Da kommt im Moment niemand ran. Max traue ich zu, dass er auf einer Runde schneller ist als Hamilton, aber der hat ihm wiederum etwas durch seine Erfahrung voraus."

Der Chef von Verstappen nennt sogar ein Beispiel, mit dem Hamilton den Grazer von seinen Ausnahmefähigkeiten überzeugt hat. "Besonders sein Umgang mit den Reifen war ein Lehrstück. Es war einfach faszinierend, ihren Zweikampf zu beobachten. Ich habe das Gefühl, dass Hamilton das Duell extrem genießt, weil Max ihn zwingt, an seine Leistungsgrenze zu gehen", erklärt der 77-Jährige.

Mercedes' British driver Lewis Hamilton wins the Turkish Formula One Grand Prix at the Intercity Istanbul Park circuit in Istanbul on November 15, 2020. (Photo by TOLGA BOZOGLU / POOL / AFP) (Photo by TOLGA BOZOGLU/POOL/AFP via Getty Images)
ISTANBUL, TURKEY - NOVEMBER 15: Race winner Lewis Hamilton of Great Britain and Mercedes GP celebrates winning a 7th F1 World Drivers Championship on the podium during the F1 Grand Prix of Turkey at Intercity Istanbul Park on November 15, 2020 in Istanbul, Turkey. (Photo by Tolga Bozoglu - Pool/Getty Images)
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Hier können sich Verstappen und Pérez noch steigern

Was in Zukunft eher für Verstappen spricht? Marko: "Max hat noch mehr Luft nach oben, besonders im Rennen. Er hat schon in Bahrain wieder etwas dazugelernt." (Fahrerwertung der Formel 1)

Auch vom zweiten Piloten, dem Mexikaner Sergio Pérez, erwartet der Red-Bull-Doc noch einiges: "Tequila Ferdl, wie wir ihn bei Red Bull nennen, hat bereits in Bahrain einen starken Eindruck gemacht. Er reagierte perfekt, als die Software auf der Runde zur Startaufstellung kurzfristig den Motor lahmlegte. Im Rennen war er bärenstark und ohne die Probleme am Anfang hätte er aufs Podium fahren können. Im Qualifying muss und wird er sich noch steigern. Er wird auf jeden Fall noch eine wichtige Rolle spielen, was unseren Zweikampf mit Mercedes betrifft."

Weiter geht's im heißesten Duell der letzten Jahre am 18. April in Imola. (Rennkalender der Formel 1 2021)