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Formel 1: Ferrari-Chef Mattia Binotto lobt Mick Schumacher in erster Saison

Ferrari-Boss lobt Schumacher, aber...

Mick Schumacher überzeugt bislang in seiner ersten Saison. Das sieht auch Ferrari so, hat aber auch eine Forderung an den F1-Rookie.
Der Formel-1-Auftakt von Mick Schumacher war mit viel Euphorie verbunden. Sein Onkel Ralf Schumacher sieht aber eine harte Saison auf den Sohn von Bruder Michael zukommen.
Mick Schumacher überzeugt bislang in seiner ersten Saison. Das sieht auch Ferrari so, hat aber auch eine Forderung an den F1-Rookie.

Lob vom Chef hört man immer gerne!

Dementsprechend zufrieden dürfte Mick Schumacher nach den jüngsten Aussagen von Mattia Binotto sein. Dem 22-Jährigen, der seit 2019 Mitglied der Ferrari-Nachwuchsakademie ist, stellte der Ferrari-Teamchef ein gutes Zwischenzeugnis aus. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

“Ich finde, Mick macht das seit Saisonstart gut. Er lernt, er macht Fortschritte. Natürlich waren auch ein paar Fehler dabei, aber das ist Teil des Lernprozesses”, lobte der Italiener den Youngster in der Gazzetta dello Sport. Man dürfe auch nicht vergessen, dass Schumacher junior in seiner ersten Formel-1-Saison sei. Deswegen habe Ferrari schon zu Saisonbeginn betont, dass man keinen Druck auf ihn aufbauen wolle, sondern “dass wir sicherstellen wollen, dass er lernt.” (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

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Mit diesem Lob sticht der Deutsche in dieser Saison aus der Riege der Ferrari-Nachwuchsfahrer heraus. Im Gegensatz zu ihm, hatte Binotto zu den Leistungen der anderen Mitglieder der Nachwuchsakademie eine gegenteilige Meinung: “Wenn ich auf die Nachwuchsfahrer der Ferrari Driver Academy schaue, dann besteht kein Zweifel daran, dass die Resultate insgesamt nicht so gut sind wie im vergangenen Jahr.” (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Dennoch hatte er auch für Mick Schumacher noch einen Ratschlag für die zweite Saisonhälfte in petto. Dort gehe es nun für Schumacher darum, die positive Entwicklung fortzusetzen und weitere Fortschritte zu erzielen. “Ich bin aber zuversichtlich, dass ihm das gelingen wird.”

Ralf Schumacher kontert Steiner-Kritk

In welche Richtung diese Fortschritte gehen sollen, dürfte allerdings klar sein. Bereits Haas-Teamchef Günther Steiner hatte sich nach Schumachers Abflug im Freien Training in Ungarn kritisch geäußert.

“Natürlich kalkuliert man Unfälle ein, vor allem bei Rookies”, gewährte er seinem jungen Fahrer-Duo aus Schumacher und Nikita Mazepin ein gewisses Maß an “Narrenfreiheit”, stellte aber auch klar: “Aber wir haben jetzt einen Punkt erreicht, an dem wir daran arbeiten müssen, den Rest der Saison weniger Unfälle zu haben. Mick hatte in den vergangenen fünf Rennen einige große Dinger. Dreher oder Ähnliches passieren, aber diese Unfälle wiegen ziemlich schwer.”

Im Hinblick auf die Materialkosten sei diese Entwicklung “zu heftig.” (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Diese Kritik konnte Onkel Ralf Schumacher allerdings nicht nachvollziehen. Nach der Kritik in Ungarn sagte er bei Sky: “Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin echt überrascht, was Günther Steiner da macht.” Die Personalführung des Südtirolers bewertete er mit “Setzen, sechs!”