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Schumacher: Mazepin verdient kein Cockpit

Schumacher: Mazepin verdient kein Cockpit

Bei Haas geht es weiter rund. Nikita Mazepin verteidigt sich gegen Mick Schumacher extrem hart. Während der Russe es ok findet, sieht sein Teamkollege das anders. Sein Onkel Ralf Schumacher wird deutlich.
Nikita Mazepin ist bekannt dafür, dass er seinen F1-Boliden gerne mal dreht. Haas-Teamchef Günther Steiner versucht ihm das mit einem Geschenk auszutreiben.
. SPORT1
von SPORT1
05.09.2021 | 21:50 Uhr

Der Zoff bei Haas geht weiter!

Nach dem Streit am Samstag kam es zwischen Mick Schumacher und Nikita Mazepin im Rennen in Zandvoort sogar fast zum Crash, als sich der Russe auf rabiate Art und Weise verteidigte. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Denn nachdem Mazepin nach dem Start Schumacher überholte, setzte dieser zu einem Konter an. Dabei zog Mazepin plötzlich nach rechts und drückte Schumacher fast in die Boxenmauer, der ausweichen musste und einen Poller überfuhr.

Mazepin findet Manöver ok - Schumacher nicht

„Ich sehe es auch als ein hartes Manöver - aber so sollte es ja auch immer sein“, sagte Mazepin bei Sky zu dem Manöver und erklärt: „Es gibt keine Probleme zwischen uns - aber ich möchte vorne sein.“ (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Schumacher sah die Situation etwas anders: „Aus meiner Sicht war es nicht korrekt, aber es ist eher sein Ding, in den Medien zu schimpfen als meins. Ich halte mich da raus und werde es intern mit dem Team besprechen.“

Der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher spielte auf den Zoff am Vortag an, als sich Mazepin öffentlich mit klaren Worten über Schumacher beschwert hatte. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Canadian driver Alex Tagliani (bottom) passes Michael Anedretti of the US (top) to temporarily gain first place in the race on lap 155. Tagliani hit the wall, and left the race five laps later while Andretti finished second during the Michigan 500 on 23, July, 2000 at Michigan Speedway in Brooklyn, MI. (ELECTRONIC IMAGE) AFP PHOTO/David MAXWELL (Photo by DAVID MAXWELL / AFP)        (Photo credit should read DAVID MAXWELL/AFP via Getty Images)
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„Was macht der?“: Weiterer Fahrer sauer auf Mazepin

Schumacher verriet, dass nicht nur er das Manöver von Mazepin „nicht korrekt“ fand.

„Ich glaube, dass sich die Stewards eventuell noch einmischen werden, weil es nicht nur mir passiert. Der Sergio (Pérez, Anm. d. Red.) kam auch zu mir und meinte ‚Was macht der?‘“, sagte Schumacher.

Pérez hatte sich ebenfalls im Duell mit Mazepin die Reifen ruiniert und mit der Fahrweise des Haas-Piloten gehadert.

Auch Sergio Pérez (l.) haderte mit den oftmals späten Verteidigungsmanövern von Nikita Mazepin
Auch Sergio Pérez (l.) haderte mit den oftmals späten Verteidigungsmanövern von Nikita Mazepin

Ralf Schumacher: Mazepin hat Cockpit nicht verdient

Noch deutlicher wurde Micks Onkel Ralf Schumacher, der bei Sky auf die Frage, ob Mazepin einen Platz in der Formel 1 verdient hat, entgegnete: „Nein.“

Der ehemalige Formel-1-Pilot begründete seine Meinung: „Das Risiko passt nicht zu seinem Talent. Max Verstappen war auch jemand, der anfangs zu hohe Risiken eingegangen ist - aber er hatte auch den Speed dazu. Er (Mazepin, Anm. d. Red.) scheint einfach nur überfordert und frustriert.“

Das Duell auf der Strecke bewertete er so: „Mick war hinter Nikita, in perfekter Position zu überholen. Mazepin zuckt dann und zieht einfach rüber und macht Mick dabei den Vorderflügel kaputt. Solche Aktionen bei Hochgeschwindigkeiten sind lebensgefährlich.“

Für Ralf Schumacher muss nun „das Team einschreiten, bevor etwas passiert“: „Da muss Günther Steiner als Teamchef mal Gas geben, auch wenn das Geld für das Team sehr nötig ist. Aber das darf kein Freibrief dafür sein, dass man seinen Teamkollegen und das Team gefährdet - plus eventuell große Schäden verursacht.“

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Mick Schumacher muss Frontflügel wechseln

TV-Bilder zeigten, dass Schumacher sich womöglich bei der harten Verteidigung von Mazepin den Frontflügel beschädigt hatte.

Der 22-Jährige kam jedenfalls in Runde 5 bereits an die Box und musste den Frontflügel austauschen. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Schumacher kehrte danach als mit Abstand Letzter auf die Strecke zurück, weit hinter seinem russischen Teamkollegen.

Am Ende nützte Mazepin seine harte Verteidigung jedoch wenig, da er aufgrund von technischen Problemen seinen Wagen nach 43 Runden abstellen musste.