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Historisch! Zorniger Hamilton düpiert Verstappen

Historisch! Zorniger Hamilton düpiert Verstappen

Was für ein Auftritt von Lewis Hamilton! Der Mercedes-Pilot lässt sich beim Brasilien-GP auch von gnadenlosen Manövern von WM-Rivale Max Verstappen nicht aufhalten. Mick Schumacher kollidiert.
Weltmeister Lewis Hamilton gilt als absoluter Superstar in der Formel 1. Eine Person ist während der Saison stets an seiner Seite.
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von SPORT1

Das war eines Rekordweltmeisters würdig!

Unbeeindruckt von zwei dramatischen Rückversetzungen hat Lewis Hamilton beim Großen Preis von Brasilien nach einer brillanten Aufholjagd von Rang 10 den Sieg vor WM-Rivale Max Verstappen geholt.

Rang drei ging an Valtteri Bottas im zweiten Mercedes, der im Kampf mit Verstappens Red-Bull-Teamkollege Sergio Pérez von einem Virtual Safety Car profitiert hatte. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

„Vor dem Wochenende hätte ich nie gedacht, dass wir die Lücke zu Max dermaßen schließen können“, sagte Hamilton: „Es lief ja alles gegen uns. Aber das zeigt, dass wir niemals aufgeben dürfen. So eine Stimmung! Obrigado an die Brasilianer!“

Hamilton überholt Verstappen mit Wut im Bauch

Hamilton ließ sich im Rennen auch nicht von gnadenlosen Manövern von Verstappen beeindrucken, der Hamilton zwischendurch sogar von der Strecke gedrängt hatte. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Auf die Information seines Teams, dass die Rennleitung Verstappen für „ihn von der Strecke fahren“ nicht bestrafen würde, entgegnete Hamilton sarkastisch mit „Natürlich nicht, natürlich nicht“.

Voller Wut im Bauch attackierte er den Niederländer kurz darauf erneut, der sich zunächst mit Schlangenlinien verteidigte - wofür er die schwarz-weiße Flagge wegen unsportlichen Verhaltens bekam. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Beim nächsten Angriff passte der 36-Jährige seine Strategie beim Überholmanöver an und ließ Verstappen keine Chance mehr. Von den Fans wurde Hamilton für seine irre Überholshow zum Fahrer des Tages gewählt.

Mercedes' British driver Lewis Hamilton wins the Turkish Formula One Grand Prix at the Intercity Istanbul Park circuit in Istanbul on November 15, 2020. (Photo by TOLGA BOZOGLU / POOL / AFP) (Photo by TOLGA BOZOGLU/POOL/AFP via Getty Images)
ISTANBUL, TURKEY - NOVEMBER 15: Race winner Lewis Hamilton of Great Britain and Mercedes GP celebrates winning a 7th F1 World Drivers Championship on the podium during the F1 Grand Prix of Turkey at Intercity Istanbul Park on November 15, 2020 in Istanbul, Turkey. (Photo by Tolga Bozoglu - Pool/Getty Images)
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Verstappen-Teamkollege klaut Hamilton Extrapunkt

Hamilton, dem auf der letzten Runde der Extrapunkt für die schnellste Rennrunde von Pérez stibitzt wurde, verkürzte den Rückstand auf Verstappen auf 14 Punkten. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Der Mercedes-Star machte in Sprint am Samstag nach seiner Disqualifikation im Qualifying und im Rennen am Sonntag insgesamt 24 Positionen gut. Es war der 101. Grand-Prix-Sieg des Briten.

Zuvor hatte in Interlagos kein Fahrer gewonnen, der außerhalb der Top Acht gestartet war. Hamilton fügte seiner großen Karriere bei seinem dritten Sieg in Interlagos nach 2016 und 2018 somit einen weiteren Rekord hinzu.

Besonders die Art und Weise war aber atemberaubend: Alles schien schließlich bereitet für Verstappen, für eine Vorentscheidung im Titelkampf zu sorgen.

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Vettel verpasst Punkte - Mick Schumacher kollidiert

Ex-Weltmeister Sebastian Vettel verpasste im Aston Martin als Elfter die angepeilten Punkteränge denkbar knapp.

Haas-Pilot Mick Schumacher erreichte auch aufgrund einer leichten Kollision mit Kimi Räikkönen (Alfa Romeo) als 18. und Letzter das Ziel, knapp hinter seinem Teamkollegen Nikita Mazepin.

Hamilton-Strafen überlagern Wochenende in Brasilien

Zwei Strafen gegen Hamilton überlagerten das Wochenende: Zunächst wurde der siebenmalige Champion wegen des Austauschs seines Verbrennungsmotors in der Startaufstellung für das Rennen um fünf Positionen zurückversetzt.

Mit dem frischen Antrieb stürmte er am Freitag im Qualifying für den Sprint auf Platz eins, die Rennkommissare stellten aber im Anschluss fest, dass sich der verstellbare Heckflügel an Hamiltons Mercedes minimal zu weit öffnete.

Es folgte die Rückversetzung auf Startplatz 20 für den Sprint, von wo aus Hamilton in nur 24 Runden 15 Positionen gutmachte.

Der Fall „hätte nie bei den Stewards landen dürfen“, wetterte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: „Wir hatten keinen illegalen Flügel, sondern einfach einen Schaden.“ Dennoch hielt Wolff vor dem Start fest: „Lewis kann das Rennen noch gewinnen.“

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Bottas lässt sich von Red-Bull-Piloten abkochen

Hierzu wäre Schützenhilfe durch Bottas nützlich gewesen, doch der Pole-Setter verlor das Startduell gegen Verstappen. Auch Sergio Perez im zweiten Red Bull zog zügig am Finnen vorbei, der Mercedes zum Saisonende nach fünf Jahren verlassen muss.

Hamilton kam von Startplatz zehn dagegen beeindruckend schnell nach vorne, am Ende der ersten Runde kassierte er bereits Vettel und war Sechster, eingangs der fünften Runde überholte Hamilton dann Bottas und hatte nur noch die Red Bull vor sich.

Dank klarer Geschwindigkeitsvorteile auf den Geraden überholte Hamilton in der 18. von 71 Runden Perez, doch der Mexikaner konterte umgehend. Wenig später hatte Verstappens Edelhelfer aber nichts mehr entgegenzusetzen.

Verstappen kann Hamilton zunächst auf Distanz halten

Der Niederländer wiederum konnte Hamilton stabil einige Sekunden auf Distanz halten.

Mercedes holte seinen Star-Piloten nach der 27. Runde zum Reifenwechsel in die Box, Verstappen zog einen Umlauf später nach - und verlor gut zwei Sekunden auf seinen Rivalen, der ihm plötzlich im Nacken saß.

Nach 41 Runden wechselte Verstappen erneut den Reifen, Hamilton kam wenig später rein und läutete danach seine gefürchtete „Hammertime“ ein.

Verstappen verteidigte sich gewohnt eisern und in der Grauzone des Reglements, zwölf Runden vor Schluss ging Hamilton dann vorbei.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)