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Formel-1-Saison 2022: Fünf F1-Thesen zu Mick Schumacher, Vettel, Hamilton und Ferrari

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Formel-1-Saison 2022: Fünf F1-Thesen zu Mick Schumacher, Vettel, Hamilton und Ferrari

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Was für Schumacher 2022 drin ist

Was für Schumacher 2022 drin ist

Neues Jahr, neue Regeln, neue Formel 1? Von Spannung über die Top-Teams bis zu den deutschen Fahrern Sebastian Vettel und Mick Schumacher - SPORT1 prophezeit, wie es in der F1 im Jahr 2022 aussehen wird.
Nach SPORT1-Informationen soll Mick Schumacher im kommenden Jahr bei Ferrari den nächsten Schritt seiner Formel-1-Karriere gehen.
Ralf Bach
Ralf Bach

Der Automobilweltverband FIA hat zusammen mit Vermarkter Liberty Media die technischen Regeln geändert.

Das Entscheidende: Neben neuen und konstanter arbeitenden 18-Zoll-Reifen (statt 13 Zoll) soll der Abtrieb um 20 Prozent reduziert werden, damit es wieder mehr Überholvorgänge gibt. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Formel-1-Sportchef Ross Brawn: „Wir wollten Rennwagen, mit denen die Piloten gut attackieren können. Wir wollen, dass das Feld zusammenrückt.“

Hintergrund: Derzeit verliert ein Fahrzeug beim Hinterherfahren durch die verwirbelte Luft des vorausfahrenden Wagens viel Anpressdruck und kann dadurch in Kurven nur schwer dichter am Gegner dranbleiben.

Das soll mit den neuen Autos wesentlich verbessert werden. Die Formel 1 will das Feld so außerdem zusammenführen.

Dazu soll auch die Budgetobergrenze von 140 Millionen Dollar pro Jahr beitragen. Wer dagegen verstößt, dem drohen drastische Strafen - der Spannung kann‘s nur guttun. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

- McLaren und Ferrari rücken näher an die Spitze:

Besonders auf McLaren und Ferrari setzen die F1-Manager, wenn es darum geht, aus dem Zweikampf Red Bull gegen Mercedes einen Vierkampf zu machen.

Beide Teams stellten in diesem Jahr schon früh die Weiterentwicklung der 21er Autos ein, konzentrierten sich voll auf die nächstjährigen Wagen. Das könnte besonders im ersten Saisondrittel ein Vorteil sein.

In einem nervenaufreibenden Saisonfinale der Formel 1 in Abu Dhabi kürte sich Max Verstappen erstmals zum Weltmeister.
00:32
Verstappen: "Alles, was nun kommt, ist ein Bonus"

Für den bayrischen McLaren-Teamchef Andreas Seidl steht dennoch fest: „Die Lücken nach vorne werden kleiner werden. Aber die Topteams werden am Ende immer noch vorne sein. Unser Ziel ist es, 2022 aus eigener Kraft regelmäßig um Podiumsplätze zu kämpfen, um dann 2023 den nächsten Schritt zu machen: den Angriff auf den Titel.“

Sowohl für McLaren als auch Ferrari spricht noch etwas anderes: Die Fahrerpaarungen Lando Norris und Daniel Ricciardo (McLaren) sowie Carlos Sainz und Charles Leclerc (Ferrari) können mit denen der Top-Teams Red Bull (Verstappen/Perez) und Mercedes (Russell/Hamilon) mithalten. (Formel 1: Die Fahrer und Teams 2022)

- Sebastian Vettel und Mick Schumacher verbessern sich

Sebastian Vettel und Mick Schumacher schauen voller Hoffnung auf die neue Saison. Vettels Aston Martin-Team rüstet trotz Budgetbeschränkung mächtig auf.

Schumachers amerikanische Haas-Mannschaft begann schon früh im Jahr 2021 mit dem Bau des 2022er Renners und vertraut zudem auf eine noch engere Partnerschaft mit Ferrari. Alles, was das Reglement erlaubt, wird von Ferrari übernommen.

Ist die rote Göttin ein Spitzenauto, wird auch der „US-Ferrari“ einen großen Sprung machen.

Soweit die Theorie: Das Minimalziel ist auch das realistische: Schumacher wird mit seinem verkappten Ferrari in den zweiten Qualifying-Abschnitt rasen und mit Glück auch mal Punkte ergattern.

Vettel träumt dagegen von regelmäßigen Platzierungen unter den ersten Fünf. „Mein Ehrgeiz ist nicht kleiner geworden“, sagt der Heppenheimer.

Allein: Es fehlt der Glaube. Denn 2021 entstand der Eindruck gewinnen: Je mehr Aston-Martin Besitzer Lawrence Stroll investiert, desto schlechter wird das Auto. Diesen Trend gilt es 2022 zu widerlegen.

- FIA sorgt für weniger Konfusion:

Das kontroverse WM-Finale in Abu Dhabi hat den Automobilverband zum Handeln gezwungen.

Die komplizierten Regeln sollen vereinfacht und stringenter angewandt werden. Man will vermeiden, dass die Fans in Zukunft mit dem dicken Regelwälzer auf dem Schoß vor dem TV sitzen müssen, um die Rennen zu verstehen.

Max Verstappen holt in Abu Dhabi seinen ersten WM-Titel. Der Red-Bull-Pilot überholt in der letzten Runde Rivale Lewis Hamilton. Mercedes legt nach dem Rennen wegen zwei angeblichen Verstößen Protest ein.
05:19
Protest F1-Finale: "Mercedes hat Fehler gemacht!"

Überholregeln sollen beispielsweise klarer formuliert werden, so dass einfache Präzedenzfälle geschaffen werden. Ein wichtiger Punkt ist auch die Safety-Car-Regel, die in Abu Dhabi zum Mercedes-Protest führte.

Eine eigens ins Leben gerufene FIA-Kommission soll auch hier für mehr Klarheit sorgen. Gut möglich, dass so auch festgelegt wird, dass ein Rennen nie hinter dem Safetycar endet.

- Lewis Hamilton wird die Rückzugs-Gedanken verwerfen:

Die F1-Fangemeinde sehnt sich 2022 nach der Fortsetzung des epischen Duells zwischen Red Bulls Wunderknabe Max Verstappen und Mercedes-Superstar Lewis Hamilton, der 2022 Michael Schumacher mit seinem achten WM-Titel endgültig vom Thron der Rekordchampions stoßen will.

Doch ob es dazu kommt, steht im Moment noch in den Sternen.

Hamilton ließ sich zwar von Prinz Charles zum Ritter schlagen, verweigerte aber den Auftritt bei der FIA-Preisverleihung in Paris. Genau wie sein Teamchef Toto Wolff, der in einer Pressekonferenz nicht ausschließen konnte, dass ein „desillusionierter“ Hamilton den Bettel hinschmeißt.

Mercedes hat auf eine Berufung gegen das Ergebnis des letzten F1-Saisonrennens in Abu Dhabi verzichtet. Motorsportchef Toto Wolff zeigt sich jedoch nach wie vor von der Rennleitung enttäuscht.
01:11
Wolff sauer: "Hamilton wurde WM-Titel geraubt"

Wolff selbst verglich die FIA in einer Wutrede mit „einem totalitären System“ und zeigte sich ebenfalls völlig neben der Spur.

Insider gehen aber davon aus, dass Hamilton es noch einmal versuchen wird, den Titel zurückzuholen.

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