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Formel 1: Fahrer 2022 - Das sind die Fahrer der nächsten Saison

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Formel 1: Fahrer 2022 - Das sind die Fahrer der nächsten Saison

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F1-Cockpits 2022: Wo Geld statt Talent entschied

F1-Cockpits 2022: Wo Geld statt Talent entschied

Alle Cockpits für die Formel 1 2022 sind vergeben. Wer fährt wo und wo spielten Finanzströme die Schlüsselrolle? SPORT1 gibt den Überblick.
Max Verstappen kann durch seinen Sieg in Mexiko den Vorsprung in der Gesamtwertung ausbauen. AvD Motor & Sport Magazin analysiert F1-Experte Peter Kohl das Rennen.
Christian Paschwitz
Christian Paschwitz

Der letzte begehrte Platz in der Königsklasse ist vergeben.

Zhou Guanyu steigt als erster Chinese überhaupt in die Formel 1 auf und wird Teamkollege von Valtteri Bottas bei Alfa Romeo - nicht die einzige Personalentscheidung für 2022, bei der das finanzielle Umfeld des Fahrers eine gewichtige Rolle gespielt hat. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Damit sind alle Cockpits fürs kommende Jahr verteilt - bei allen anderen Teams herrschte schon Klarheit, die Zukunft von Lewis Hamilton bei Mercedes ist ebenso fixiert wie die Bottas-Nachfolge, auch bei Red Bull und für die deutschen Fahrer Sebastian Vettel und Mick Schumacher gibt es keine offenen Fragen mehr. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Formel 1: SPORT1 stellt die Fahrer für die Saison 2022 vor

Wer fährt also wo in der F1-Saison 2022? Welcher Fahrer wechselt 2022 wohin und beerbt wen in welchem Cockpit 2022? Und welche Fahrer gelten als „Paydriver“, bei denen ein Geldsegen aus der reichen Familie oder des Umfelds eine größere Rolle gespielt haben dürfte als das Talent? SPORT1 gibt den Überblick. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Weltmeister Lewis Hamilton gilt als absoluter Superstar in der Formel 1. Eine Person ist während der Saison stets an seiner Seite.
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Traum-Duo! Das ist die coole Frau hinter Lewis Hamilton

Mercedes: Lewis Hamilton (England) - George Russell (England)

Nach den zähen Verhandlungen noch für diese Saison war es ein recht zügiger Vertragspoker, ehe der siebenmalige Weltmeister Hamilton am 3. Juli 2021 sein Okay für zwei weitere Jahre gab, bei Mercedes einen neuen Vertrag bis Saisonende 2023 unterschrieb.

Am Ende war es für den Champion vor allem auch um Geld gegangen. Nach einem Bericht der Sun streicht Hamilton in dieser Saison inklusive aller Boni 40 Millionen Pfund ein.

Bereits einen Tag nach dem feststehenden Mercedes-Abgang von Bottas wurde am 7. September 2021 dann Top-Talent George Russell als zweiter Fahrer für das Team um Boss Toto Wolff bekanntgegeben.

Hamiltons britischer Landsmann verlässt Williams nach drei Jahren, unterschrieb nach Mercedes-Angaben einen „langfristigen Vertrag“ und verspricht viel: 2017 gewann Russell die GP3, 2018 dann die Formel 2 - jeweils als Rookie. Was er auf höchstem Niveau kann, bewies er im vergangenen Jahr mit der furiosen Vorstellung als Vertreter des damals an Corona erkrankten Hamilton.

Red Bull: Max Verstappen (Niederlande) - Sergio Pérez (Mexiko)

Noch viel früher hatte WM-Rivale Max Verstappen Nägel mit Köpfen gemacht, bereits am 7. Januar 2020 seinen bestehenden Vertrag vorzeitig um drei weitere Jahre bis einschließlich 2023 verlängert.

Verstappens Arbeitspapier bei Red Bull wäre nach der Saison 2020 ausgelaufen, was zu Spekulationen über einen möglichen Wechsel zu Mercedes oder Ferrari geführt hatte. (NEWS: So viel verdienen die F1-Stars 2021)

Die Entscheidung war keineswegs falsch angesichts der Tatsache, dass der Niederländer seinem ersten WM-Titel nun ganz nahe ist.

Mitentscheidend ist auch Pérez, der nach überzeugenden Leistungen am 27. August 2021 die Bindung an Red Bull auch für die Saison 2022 ausdehnte und weiterhin zum Königsmacher werden soll.

Alpha Tauri: Pierre Gasly (Frankreich) - Yuki Tsunoda (Japan)

Auch beim Tochter-Rennstall von Red Bull bleibt alles beim Alten: Pierre Gasly (25) und Japan-Youngster Yuki Tsunoda (21) verbleiben bei AlphaTauri, wie am 7. September 2021 bekannt wurde.

Beim Großen Preis von Portugal fällt Haas-Rookie Nikita Mazepin mal wieder negativ auf. 20 Runden vor dem Ende schnitt der junge Russe Sergio Perez bei einem Überrundungsmanöver den Weg ab.
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"Idiot": Zoff um Schumacher-Kollegen

Alfa Romeo: Valtteri Bottas (Finnland) - Guanyu Zhou (China)

Das letzte freie Cockpit wurde am 16. November 2021 an Zhou vergeben, der als erster Chinese in der Formel-1-Geschichte fährt.

Angeblich bringt Zhou ein Sponsorenvolumen in Höhe von knapp 22 Millionen Euro mit zu Alfa Romeo - zumal China für die Hersteller in der Formel 1 ein wichtiger Markt ist. Mit dem 22-Jährigen sind viele geschäftliche Interessen verbunden, für die Vorgänger Antonio Giovinazzi ausgebootet wurde - was ihn merklich ärgert.

Zhou, als Teenager aus China nach England gezogen, gehörte von 2014 bis 2018 der Fahrerakademie von Ferrari an, 2019 wechselte er in die Renault Sport Academy und fährt seitdem in der Formel 2.

Wesentlich prominenter ist der Name Valtteri Bottas, der Mercedes nach fünf Jahren verließ und bei seinem neuen Rennstall einen einen mehrjährigen Vertrag bekommt, wie es am 6. September 2021 hieß.

2019 und 2020 war der Finne, der seinen in Rente gehenden Landsmann Räikkönen ersetzt, zwar Vizeweltmeister, konnte Teamkollege Lewis Hamilton den Rang als Nummer indes nie streitig machen.

Beim großen Preis von Mexiko ging die Mercedes-Taktik rund um Hamilton und Bottas erneut nicht auf, Verstappen gewann den GP und baute seine WM-Führung aus. Nach dem Rennen kritisierten Toto Wolff und Hamilton Valtteri Bottas öffentlich.
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Rückschlag für Hamilton im Wm-Kampf: "Bottas ein Störfaktor"

Aston Martin: Sebastian Vettel (Heppenheim) - Lance Stroll (Kanada)

Lange herrschte Unklarheit über die Zukunft von Sebastian Vettel, ehe am 16. September 2021 Vollzug gemeldet wurde, dass der ohnehin mit einem mehrjährigen Kontrakt ausgestattete Hessen auch 2022 für die James-Bond-Marke fahren wird - nach letzten Details, die vor dem zweiten Jahr zu klären waren.

Der Hesse, der sein neues gesellschaftliches und ökologisches Engagement weiter über den Sport transportieren will, setzte bei seiner Verlängerung auch auf das neue Regelwerk, das 2022 ganz neue Autos und mehr Chancengleichheit bringt.

Mit dem viermaligen Weltmeister soll nun weiter in den Kampf um den WM-Titel eingegriffen werden. Unterstützung bekommen Vettel und das Team des traditionsreichen Sportwagenherstellers dabei weiterhin von Stroll, dem Sohn des Multimilliardärs und Teammäzens Lance Stroll - Teamchef Otmar Szafnauer dagegen könnte infolge der großen Umwälzungen hinter den Aston-Martin-Kulissen derweil vor dem Absprung stehen.

Sebastian Vettel verlängert seinen Vertrag bei Aston Martin. Der deutsche Formel-1-Fahrer bleibt damit auch weiterhin dem Motorsport-Zirkus erhalten.
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Vettel-Verlängerung: Darum war es ein kluger Schachzug

Haas: Mick Schumacher (Deutschland) - Nikita Mazepin (Russland)

Der Sohn von Michael Schumacher bleibt dort, wo er seine ersten Gehversuche in der Formel unternommen hat und sich immer mehr etabliert.

Am 23. September 2021 bestätigte Haas um Teamchef Günther Steiner, mit dem Deutschen die Zukunft anzugehen. Damit wurden auch die zwischenzeitlichen Gerüchte um einen Wechsel zu Alfa Romeo vom Tisch gefegt.

Was Schumacher in seiner Entscheidung bestärkt haben könnte: Das US-amerikanische Team soll im kommenden Jahr noch enger an Ferrari gebunden werden. Bei den Italienern wiederum ist Mick Junior. (News: Das verdienen F1-Mitarbeiter)

Bei Haas wird sich Schumacher allerdings auch weiterhin mit Nikita Mazepin abgeben müssen: Mit dem Sohn des russischen Chemie-Milliardärs Dmitri Mazepin hatte es zuletzt immer wieder interne Konflikte gegeben. Mazepin ließ dabei wiederholt die Sicht durchblicken, dass Schumacher wegen seines Stammbaums der eigentlich Privilegierte sei.

Die Zukunft von Mick Schumacher und Nikita Mazepin ist geklärt. Schumacher lebt weiter seinen Formel1-Traum, doch wie sinnvoll ist diese Entscheidung?
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So sinnvoll ist Schumachers Vertragsverlängerung

Williams: Nicholas Latifi (Kanada) - Alex Albon (Thailand)

Nur einen Tag nach dem verkündeten Abgang von George Russell zu Mercedes gab Williams am 8. September 2021 den namhaften Nachfolger bekannt.

Alexander Albon kehrt 2022 zurück in die Formel 1. Der Engländer, der mit thailändischer Lizenz aktuell in der DTM fährt, wird im nächsten Jahr Teamkollege vom Nicholas Latifi, mit dem das Traditionsteam aus England den Vertrag verlängerte.

Für den Kanadier - Sohn des schwerreichen Nahrungsmittel-Unternehmers Nicholas Latifi - ist es das dritte Jahr im Team um Jost Capito.

Alpine: Fernando Alonso (Spanien) - Esteban Ocon (Frankreich)

Eigentlich hieß es bereits zu Alonsos F1-Comeback im Sommer 2020, das Engagement des Spaniers bei Alpine sei für gleich mehrere Jahre angelegt.

Doch am 26. August 2021 fühlte sich der Rennstall bemüßigt, das Ganze auch für 2022 zu bestätigen - womit klar wurde, dass sich die Alpine-Bosse offenbar erst mal absichern wollten, ob der zweifache Weltmeister noch die altbekannten Qualitäten mitbringt.

Zuvor am 16. Juni 2021 war schon verlautbart worden, dass Esteban Ocon einen Vertrag bis Ende 2024 bekommt. Bemerkenswert dabei: Ocon fuhr zuletzt mit Alonso nicht nur auf Augenhöhe, sondern sogar deutlich stärker.

Fernando Alonso fällt bei seinem Comeback-Rennen in Bahrain aus. Der Grund: Eine Sandwich-Verpackung hatte sich im Bremsschacht verfangen.
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Kurioser Ausfall von Alonso

McLaren: Lando Norris (England) - Daniel Ricciardo (Australien)

Dem Vernehmen nach bis mindestens 2023 dürfte Lando Norris für McLaren unterwegs sein. Dem Shootingstar wurde am 19. Mai 2021 eine mehrjährige Vertragsverlängerung gewährt, die seitens des Rennstalls aber nicht näher präzisiert wurde.

Obwohl auch Norris Profiteur glücklicher familiärer Umstände ist - Papa Adam Norris verdiente über 100 Millionen mit privaten Rentenversicherungen - ist sein Talent mittlerweile über jeden Zweifel erhaben: Norris ist ein Versprechen auf die Zukunft, das mehrfach den Eindruck hinterlassen hat, unter den richtigen Umständen sogar ein Siegfahrer sein zu können.

Daniel Ricciardo jedenfalls ist gegen den Engländer deutlich ins Hintertreffen geraten. Der Australier hatte bei seinem Wechsel zu McLaren bereits einen Vertrag bis 2023 unterschrieben.

Ferrari: Charles Leclerc (Monaco) - Carlos Sainz (Spanien)

Die Italiener hatten die Zukunftsplanung bereits vor längerer Zeit festgezurrt. Vettels Nachfolger Charles Leclerc fährt noch mindestens bis 2024 für die Scuderia.

Sein spanischer Teamkollege Carlos Sainz kann seines roten Cockpits zumindest bis Ende nächster Saison sicher sein.

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