Er war eine DER Figuren der vergangenen Formel-1-Saison: Rennleiter Michael Masi.
Formel 1: Max Verstappen von Red Bull sauer nach Entlassung von F1-Rennleiter Masi
Verstappen tobt: Sehr falsch von der F1
Weltmeister Max Verstappen hat den Australier nun in Schutz genommen und dessen Entlassung sowie den gesamten Spießrutenlauf drum herum massiv kritisiert. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)
„Für mich ist es ziemlich unfair, was mich Michael passiert ist“, erklärte der Red-Bull-Pilot am Rande der Testfahrten in Barcelona. „Er wurde den Löwen zum Fraß vorgeworfen.“
Vor allem die Entscheidungen des 44-Jährigen beim letzten Saisonrennen in Barcelona hatten die Kritiker auf den Plan gerufen.
Zwei Rennleiter wechseln sich ab 2022 ab
Dass Masi schlussendlich seinen Posten räumen musste, hält Verstappen für „falsch, inakzeptabel und unglaublich“. „Es tut mir wirklich leid für Michael, denn ich halte ihn für einen sehr fähigen und guten Rennleiter“, fuhr der Niederländer fort.
Ersetzt wird Masi vom portugiesisch-deutschen Duo Eduardo Freitag und Niels Wittich, die sich jeweils abwechseln werden.
Etwas auszusetzen hat Verstappen an beiden zwar nicht, „aber für Michael war ich sehr traurig und ich habe ihm auch eine Nachricht geschickt. Es war nicht die richtige Entscheidung.“
So wäre es nach Meinung des Champions besser gewesen, hätte man ihm eine weitere Person zur Seite gestellt wird. Dies wird ab der Saison 2022 praktiziert, wenn Herbie Blash den wechselnden Rennleitern als Assistent zur Seite steht.
Verstappen: Masi hatte es nach Whiting-Tod schwer
Verstappen fügte an, dass es Masi nach dem Tod des langjährigen Rennleiters Charlie Whiting besonders schwer hatte. Auch das Sammeln der nötigen Erfahrung sei ihm durch seine Entlassung verwehrt geblieben.
„Ich wünsche ihm für seinen nächsten Schritt alles Gute und hoffe, dass es besser ist, als Formel-1-Rennleiter zu sein.“ (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)
Der Australier hatte beim Saisonfinale in Abu Dhabi mit seinen Entscheidungen letztendlich zum WM-Titel des Niederländers beigetragen.
So sorgte er dafür, dass in einer späten Safety-Car-Phase nur die überrundeten Fahrzeuge an Hamilton und Verstappen vorbeifahren durften. Zudem wurde das Rennen noch in derselben Runde wieder gestartet - nichts davon steht so in den Regularien.
Verstappen: Masi wurde ständig ins Ohr gebrüllt
Einfach hatte es Masi allerdings nicht. So versuchten Mercedes und Red Bull ihn ständig zu beeinflussen - via Funk für die ganze Welt hörbar.
„Könnt ihr euch in irgendeinem Sport vorstellen, dass der Trainer einem Schiedsrichter die ganze Zeit ins Ohr brüllt? ‚Gelbe Karte!‘, ‚Rote Karte!‘, ‚Keine Entscheidung!‘, ‚Kein Foul!‘“, echauffierte sich Verstappen.
Und weiter: „Da ist es unmöglich, eine Entscheidung zu treffen. Dass die Formel 1 das erlaubt hat, ist schon sehr falsch. Michael hätte die Entscheidungen alleine treffen sollen. Dass ihm Leute die ganze Zeit ins Ohr brüllen, hat es schwierig gemacht.“