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Formel 1: Porpoising - Leclerc, Sainz und Russell kämpfen mit Ground-Effect beim Testwochenende in Barcelona
F1-Phänomen macht Leclerc krank
So ungefähr haben sich wohl die Formel-1-Piloten bei den Testfahrten in Barcelona gefühlt. Erstmals seit 1983, als ein flacher Unterboden zur Pflicht wurde, kämpfen die Fahrer wieder mit „Porpoising“ - also dem Hüpfen des Autos bei hoher Geschwindigkeit. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)
Mit dem neuen Reglement setzen die Teams jedoch wieder auf den Ground-Effect, damit die Boliden aerodynamisch nicht mehr so sensibel sind.
Sensibel dürfen nun aber auch die Fahrer nicht mehr sein, wenn man Charles Leclerc glauben darf. Der Ferrari-Pilot fühlte sich bei motorsport-total gar an ein Flugzeug in Turbulenzen erinnert. „Ich kann nicht sagen, dass es sich gut anfühlt. Es macht einen ein bisschen krank, aber es ist okay.“ (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)
Mercedes: George Russell warnt vor Sicherheitsproblem
Auch Teamkollege Carlos Sainz kämpfte mit diesem Phänomen und glaubt, dass man noch länger in der Formel damit zu tun haben werde. „Es hängt vom Set-up ab, das man fährt, und davon, ob man DRS nutzt oder nicht. Das ist also eine ganz neue Welt und ein ganz neues Verständnis, mit dem wir uns vertraut machen müssen. Denn es sieht so aus, als könnte das ein Thema für dieses Jahr werden.“
Aber nicht nur die Scuderia kämpfte mit dem Auf und Ab des Boliden, auch Mercedes blieb davon nicht verschont. „Das ist nicht sehr angenehm“, erklärte George Russell und warnte: „Nach dem, was ich von anderen Teams gesehen habe, wäre das ein Sicherheitsproblem, und das muss auf die eine oder andere Weise gelöst werden“, schlägt George Russell Alarm.“ (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)
Jedoch glaube er an die Fähigkeiten der Techniker und Ingenieure, weshalb man das Problem sicher in den Griff bekommen würde.
Ferrari: Mattia Binotto vermutet einfache Lösung
Diese Meinung teilte auch Ferrari-Teamchef Mattia Binotto. „Ich denke, die meisten von uns haben das Problem zumindest unterschätzt“, gestand er zwar ein, vermutete aber, dass die Lösung des Problems recht einfach sein kann.
Die nächsten Runden drehen die Teams beim zweiten Wintertest in Sachir (Bahrain) vom 10. bis 12. März. (Formel 1: Wintertest in Bahrain im SPORT1-Liveticker) Dann wird sich zeigen, ob schon ein Team eine Antwort gefunden hat. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)