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Formel 1: Teams mit Updates! Barcelona als Gradmesser für die Saison

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Formel 1: Teams mit Updates! Barcelona als Gradmesser für die Saison

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Haug: „Das ist das Problem bei Mercedes“

Haug: „Das ist das Problem bei Mercedes“

Das nächste Rennen der Formel 1 wird für viele Teams ein wichtiges. Barcelona könnte wichtige Erkenntnisse für die Stärken der Teams geben. Besonders Mercedes erhofft sich wichtige Daten.
Charles Leclerc und Max Verstappen scheinen in dieser Formel1-Saison das Rennen um den WM-Titel auszumachen. In Miami konnte sich Verstappen durchsetzen und Leclerc hinter sich lassen.
Ralf Bach
Ralf Bach

Der vergangene Grand Prix in Miami mag in Sachen Show der Renner gewesen sein. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Doch rein sportlich gesehen wird das kommende Rennen in Barcelona (Sonntag ab 15 Uhr im LIVETICKER) zum Gradmesser für die neue Saison. Deshalb schauen Protagonisten und Experten am Wochenende gleichermaßen auf den Circuit de Catalunya, der vor den Toren der Millionenstadt im Herzen Kataloniens liegt.

Den Grund erklärt Ex-Formel-1-Pilot Marc Surer (70), der schon seit Jahren in Spanien lebt. Surer zu SPORT1: „Die Strecke in Barcelona bietet alle Arten von Kurven und trennt die Spreu vom Weizen, was die Stärke eines Autos betrifft. Ein Wagen, der in Barcelona funktioniert, ist auch auf den meisten anderen Strecken gut. Und umgekehrt. Deshalb ist die Piste auch für die Ingenieure der Lieblingskurs für Testfahrten.“

Surer weiter: „Auf keiner anderen Strecke haben die Teams mehr Daten. Und er ist Gradmesser und zeigt, wo der Trend für die Saison hingehen kann. Bei den Tests im Winter waren Ferrari und Red Bull stark. Sie dominierten dann auch die ersten fünf Rennen.“

Ferrari und Red Bull mit großen Updates in Barcelona

Was am Wochenende noch dazu kommt: Traditionell zeigen alle Teams in Spanien Weiterentwicklungen ihrer Autos. Ferrari kommt mit einem runderneuerten Auto, Red Bull ebenso. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Mercedes probiert ein völlig neues Aerodynamik-Paket aus, um das bisher so bremsende „Bouncing“ (Hüpfen) auf der Geraden in den Griff zu bekommen.

Sebastian Vettels Aston-Martin-Team präsentiert eine sogenannte-B-Version vom aktuellen Wagen. Der Buchstabe B gilt dabei in Formel-1-Kreisen quasi als Pseudonym für ein völlig neues Auto.

Barcelona wichtiger Meilenstein für Mercedes

Was das Rennen in diesem Jahr zusätzlich noch so wegweisend macht, weiß Surer: „In diesem Jahr haben die Teams durch das eingeschränkte Entwicklungsbudget keine großen Möglichkeiten mehr, intensiv weiterzuentwickeln. Soll heißen: Das spezielle Update in Barcelona muss funktionieren. Sie haben praktisch erst einmal nur diesen einen Schuss.“

Am wichtigsten könnte der GP von Spanien für das in den vergangenen acht Jahren so erfolgsverwöhnte Mercedes-Team werden. Grund: Spätestens im Juli wird das Konzept für das nächstjährige Auto festgelegt.

Mercedes muss sich bald entscheiden, welche Richtung man für 2023 einschlagen will. Am aktuellen Konzept festhalten, das sich völlig vom Rest des Feldes abhebt und auf dem Papier perfekt erscheint, aber noch nicht in der Praxis funktioniert? Oder neue Wege gehen?

Mercedes erlebt beim GP von Italien ein weiteres Fiasko. Motorsport-Experte Martin Tomczyk sieht das Hauptproblem beim Auto von Lewis Hamilton.
00:55
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Deshalb glaubt Ex-Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug (69): „Nach dem Rennen werden die Ingenieure in Brackley wissen, ob sie den Stein der Weisen für ihr progressives Konzept gefunden haben oder für nächstes Jahr eine völlig neue Richtung einschlagen müssen.“

Ferrari für Surer der Favorit

Allein: Haug glaubt, dass sich die Probleme des Meisterteams der vergangenen Jahre nicht nur ums Bouncing drehen, sondern auch mit der optimalen Nutzung der so wichtigen Pirelli-Reifen zu tun haben. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

So meint Haug: „Am Freitag in Miami hat man gesehen, dass Mercedes ganz vorne mitmischen kann, wenn man die Reifen ins Fenster bekommt. Ich glaube, in diesem Bereich ist der Silberpfeil sehr sensibel. Bei Ferrari beispielsweise scheint das Fenster sehr groß zu sein. Der Ferrari bringt die Reifen eigentlich immer optimal zum Arbeiten. Bei Mercedes ist dieses Fenster nur einen kleinen Spalt weit offen. Und es ist extrem schwierig, genau diesen zu finden.“

Wer beim aktuellen Zweikampf um die Spitze in Barcelona die Nase vorn haben wird, darüber scheiden sich indes die Geister. Für Surer ist Ferrari der Favorit: „Sie bringen ein großes Update, das sie gerade in Spanien wieder zum Favoriten machen müsste. Die Strecke passte auch vorher schon zu den Fahreigenschaften des Ferraris.“

Haug dagegen sieht Red Bull vorne. „Es kommt mir vor, als wenn sie seit Imola erst richtig ins Laufen kommen. Sowohl dort als auch in Miami dominierte Red Bull und speziell Max Verstappen. Ich muss sagen, Max fährt gerade auf einem extrem hohen Niveau“, schildert er. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

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