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Formel 1: Hirnschäden vom Bouncing? Wolff schlägt Alarm

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Formel 1: Hirnschäden vom Bouncing? Wolff schlägt Alarm

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Hirnschäden? Wolff schlägt Alarm

Hirnschäden? Wolff schlägt Alarm

Das Thema Porpoising beschäftigt die Formel 1 nach einer Änderung eigentlich nicht mehr. Eine neue Studie ändert das aber, meint zumindest Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.
George Russell sichert sich beim Großen Preis von Ungarn die Pole-Position - Max Verstappen erlebt währenddessen ein Debakel und startet nur von Position zehn.
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von SPORT1

Das Bouncing-Thema galt nach einer Änderung der FIA vor rund anderthalb Monaten eigentlich als beendet. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Nun bringt ein medizinischer Bericht vom Weltverband, der sich mit den gesundheitlichen Gefahren für die Fahrer beschäftigt und von Präsident Mohammed Ben Sulayem den Teams in Ungarn vorgestellt hat, jedoch wieder die Kritiker der damaligen Änderung hervor. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Toto Wolff, Motorsportchef von Mercedes, schlägt wegen der Ergebnissen Alarm. „Die FIA hat ein medizinisches Gutachten über das Porpoising in Auftrag gegeben. Das Resümee der Ärzte ist, dass Frequenzen von ein bis zwei Hertz, die über ein paar Minuten anhalten, zu Hirnschäden führen können. Wir haben sechs bis sieben Hertz über mehrere Stunden“, schildert er.

Daher ist für ihn klar: „Die FIA muss etwas dagegen tun.“ Erste Maßnahmen gibt es bereits. So wird die Abnutzung der Unterbodenplanken genauer überprüft und ein Rechenmodell, wie stark ein Auto schwingen darf, wurde ebenfalls implementiert.

Für den Ferrari-Sportdirektor Laurent Mekies ist das ausreichend. „Es gibt ein paar wichtige Themen, die in Zukunft diskutiert werden müssen: Überrollbügel oder andere Dinge“, meint er und schiebt an, „ich denke, man muss das von den Diskussionen trennen, die wir mit den Teams und der FIA darüber führen, wie man die Situation für das Porpoising verbessern kann, und in diesem Zusammenhang macht die Richtlinie (für Spa, Anm. d. Red.) einen guten Job.“

Dem widerspricht Wolff vehement. „Das Argument ist, dass wir in den letzten Rennen kein Porpoising und kein Bouncing mehr hatten. Aber das zählt nicht, denn Silverstone, Paul Ricard und Österreich sind nicht gerade Strecken, auf denen wir bouncen“, erklärt er.

Daher artikuliert er klar: „Ich möchte nicht, dass es in Spa oder bei einigen der späteren Rennen dann auftritt, wo die Strecke nicht so glatt ist wie auf einer herkömmlichen Rennstrecke, und wir nichts getan haben, und die Leute sagen: ‚Nun, jetzt ist es zu spät‘“

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