Was über weite Strecken des Rennens wie ein ungefährdeter Sieg aussah, entwickelte sich für Charles Leclerc in den letzten Runden beim Großen Preis von Österreich urplötzlich zu einer wahren Zitterpartie.
Formel 1: „Konnte nicht mehr hinschauen“ - Wie Ferrari-Chef Binotto um Sieg von Leclerc zitterte
Binotto „konnte nicht mehr hinschauen“
Obwohl Leclerc hinter Polesetter Max Verstappen nur von Platz zwei startete, kristallisierte sich die Ferrari-Pace in Spielberg schnell als übermächtig heraus. Insgesamt dreimal zog der Monegassen auf der Strecke am Red-Bull-Piloten vorbei – der in zwei Fällen derart chancenlos war, dass er sich nicht mal wehrte. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)
Dennoch erlebte der italienische Rennstall in der Schlussphase des Rennen noch bange Momente. Als Teamkollege Carlos Sainz wegen eines kapitalen Motorschadens aussteigen musste, meldete auch der Führende Leclerc ein Problem an seinem F1-75.
Formel 1: Leclerc meldete Probleme
Über den Funk gab der 24-Jährige eine Problematik mit dem Gaspedal an. „Das war extrem stressig. Das Gaspedal ist mitten in der Kurve steckengeblieben. Das Gas war zwischen 20 und 30 Prozent offen. Vor allem in den langsamen Kurven, speziell in Kurve drei war das sehr schwierig“, sagte Leclerc. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)
Das Kuriose: Sainz stellte seinen Boliden fast im selben Moment am Streckenrand ab. „Es war komischerweise zur gleichen Zeit, als meine Probleme begannen. Ich hatte es deshalb im Kopf, auch wenn ich wusste, dass es kein Problem mit dem Motor war“, so der spätere Rennsieger.
Binotto konnte nicht mehr hinsehen
Auch Ferrari-Teamchef Mattia Binotto zitterte vor einem Ausscheiden des zweiten Wagen: „Ich war so nervös, dass ich die letzten drei Runden nicht mehr hingeschaut habe.“ (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)
„Es ist natürlich eine Sorge“, offenbarte er. Zwar arbeite das Team in Maranello hart daran, das Problem mit der Zuverlässigkeit in den Griff zu bekommen. Trotzdem sei der Ausfall von Sainz ein weiterer Beleg dafür gewesen, dass es anscheinend „noch nicht behoben“ ist.
Erst nach der Zieldurchfahrt löste sich allmählich die Anspannung bei Binotto. Besonders brisant: Hinsichtlich des Defektes bei Sainz verriet der Italiener, dass es sich „sehr wahrscheinlich“ um das selbe Problem wie bei Leclerc in Baku handelte. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)