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Formel 1: "Ferrari tut seltsame Dinge" - Stimmen zum Rennen in Spa mit Alonso, Vettel, Leclerc, Schumacher

Alonso lacht über Ex-Team Ferrari

Nach dem Belgien-GP macht sich Fernando Alonso über den nächsten Ferrari-Patzer lustig, bei Red Bull herrscht derweil Ekstase ob der puren Dominanz. Die Stimmen.
Max Verstappen gewinnt den Großen Preis von Belgien. Der Niederländer zeigt in Spa eine Machtdemonstration erster Klasse und siegt nach einer Mega-Aufholjagd.
Nach dem Belgien-GP macht sich Fernando Alonso über den nächsten Ferrari-Patzer lustig, bei Red Bull herrscht derweil Ekstase ob der puren Dominanz. Die Stimmen.

Ein später Boxenstopp von Charles Leclerc wird für die Scuderia beim Belgien-GP zum Bumerang. Fernando Alonso kann als Profiteur nur über die Fortsetzung der Pannenserie bei Ferrari schmunzeln. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Bei Red Bull herrscht derweil ob des souveränen Doppelsieges von Verstappen und Pérez Ekstase - die freilich nicht in unbedachtes Handeln übergehen sollte.

Bei der Scuderia ist man dagegen ratlos. „Wir hätten auch nicht viel machen können“, erklärte Teamchef Binotto die chancenlose Vorstellung.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Rennen in Spa von Sky, aus der Boxengasse und der Pressekonferenz zusammen.

Max Verstappen (Red Bull), Platz 1: „Es war eine ziemlich hektische erste Runde, da ist sehr viel vor mir passiert. Aber wenn sich alles gelegt hat, war das Auto wie auf Schienen und ich konnte mir die Stellen aussuchen, wo ich die Leute überhole. Als wir in Führung lagen, ging es darum, alles zu managen. Das war ein unglaubliches Wochenende. Es ist ein Wochenende, das ich mir so nicht hätte vorstellen können. Aber wir wollen mehr davon, also arbeiten wir weiter hart.“

Sergio Pérez (Red Bull), Platz 2: „Ich habe auf etwas mehr gehofft. Heute war eine super Gelegenheit, aber Max ist einfach davongeflogen und war in einem eigenen Universum unterwegs. Es ist trotzdem ein starkes Resultat für das Team. Wir haben viele Punkte eingefahren, das ist wichtig und ich freue mich auf das, was noch kommt.“

... zum Start: „Da war einiges an Chaos in der ersten Runde. Ich hatte einen schlechten Start und habe einige Positionen verloren, aber habe sie bis zu Kurve fünf zurückerobert.“

Carlos Sainz jr. (Ferrari), Platz 3: „Es war unglücklicherweise härter als erwartet. Wir hatten einen guten Start, einen guten Restart nach dem Safety-Car, aber die Pace war einfach nicht da. Wir hatten auch viel Reifenverschleiß und sind herumgerutscht. Unser Paket war dieses Wochenende nicht da, aber wir stehen auf dem Podium und nehmen das gerne mit.“

... zum Duell mit George Russell: „Die ersten Runden waren stark, aber dann ist der Verschleiß immer stärker geworden und war stärker als erwartet. Red Bull war heute in einer eigenen Liga und wir konnten nicht wirklich gegen sie kämpfen. Wir müssen einfach verstehen, warum wir auf dieser Strecke nicht so konkurrenzfähig sind.“

George Russell (Mercedes), Platz 4: „Es war nicht die Pace, die wir wollten, aber Platz vier und vor einem Ferrari, nur zwei Sekunden vom Podium entfernt. Wenn es etwas anders gelaufen wäre, hätten wir auf das Podium fahren können. Insgesamt ist es ein bittersüßes Gefühl, aber wir nehmen den vierten Platz gern mit.“ (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Fernando Alonso (Alpine), Platz 5 - zum Zwischenfall mit Hamilton: „Das war ein normaler Zwischenfall, viel mehr kann man dazu nicht sagen. Ich bin froh, dass er es so sieht, und ich war natürlich ziemlich frustriert – immer, wenn es um etwas Wichtiges geht, habe ich kein sauberes Rennen. Aber er sah mich einfach nicht, und letztlich ist es trotzdem gut gegangen.“

... zum extra Boxenstopp von Leclerc, nachdem der Monegasse hinter Alonso zurückfiel: „Ferrari tut seltsame Dinge, und das war ein weiteres seltsames Ding“

Charles Leclerc (Ferrari), Platz 6: „Was uns am meisten Probleme gebracht hat, war die erste Runde mit dem verstopften Bremslüftungsschacht. Wir mussten in die Box und dann wieder ganz von vorne, beziehungsweise von hinten anfangen.“

... zur Konkurrenzfähigkeit im nächsten Rennen: „Ich weiß es nicht. Zunächst müssen wir verstehen, warum wir diese Woche so weit dahinter waren. Ich denke nicht, dass es nächste Woche ein Wunder geben wird und wir dann ganz nah an Red Bull dran sind. Wir müssen hart weiterarbeiten.“

Sebastian Vettel (Aston Martin), Platz 8: „Der siebte Platz fuchst mich natürlich ein wenig. Wir haben aus der Box das Momentum verpasst und ich konnte Pierre in der ersten Runde dann nicht überholen. Wenn ich das geschafft hätte, dann hätten wir vielleicht den siebten Platz halten können. Esteban war zum Schluss ein bisschen schneller, aber ich wusste, dass die Reifen am Ende wieder abbauen und das war heute unsere Stärke gegenüber den zwei blauen Autos. Deshalb ist es schade, dass es nicht gereicht hat. Der achte Platz ist kein Sieg, aber für uns heute sehr gut. Was wir hier mitnehmen, ist jetzt keine riesige Neuerung: Das Qualifying ist wichtig und das ist momentan bei uns zu schlecht.“

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... zu den Gründen für die Probleme im Qualifying: „Unser Auto ist nicht schnell genug, ganz einfach. Gestern waren wir am neunt- oder zehntschnellsten, die Williams waren deutlich schneller. Gestern habe ich mich auch nicht ganz wohlgefühlt. Wir verstehen das Auto im Qualifying noch nicht so ganz.“

... zu seiner „Abschiedstournee: „Ich hasse dieses Wort. Ich sehe das nicht so. Ich fahre meine Saison fertig, und danach geht es weiter. Zwar nicht mit mehr Rennen, aber irgendwas wird ja passieren. Deswegen sehe ich das nicht als Abschiedstournee, aber ich bin dann weg. Ich freue mich jetzt, auf die Rennen, die kommen, dann erstmal auf das Nichts, und dann glaube ich, dass herumsitzen und nichts machen nicht geht. Dafür bin ich auch nicht der Typ.“

Alexander Albon (Williams), Platz 10: „Es war ein hartes Rennen. Wir hatten ein gutes Gefühl nach ein paar Runden und wussten, wohin das Rennen gehen würde. Der Verschleiß war hoch, aber das ging allen so. Man musste schnell fahren, um die anderen hinten zu halten, aber dabei zerstört man die eigenen Reifen. Man ist da in so einem Zyklus drin. Ich bin einfach froh, dass das Rennen vorbei ist.“ (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Mick Schumacher (Haas), Platz 17: „Vom Speed her sind wir nicht da, wo wir sein wollen, das wussten wir aber vorher schon. Jetzt freuen wir uns auf Zandvoort, wo wir auf den größeren Flügel gehen können, und hoffentlich sind wir dann wieder bei der Musik dabei.“

... zu seinen Gefühlen nach dem Wochenende: „Ich bin mein erstes Rennen in der Formel 1 hier in Belgien gefahren, darüber bin ich happy. Hoffentlich kommen wir noch zu vielen Rennen hierher, dann auch mit mehr Deutschen.“

Lewis Hamilton (Mercedes) - ausgeschieden - zu seinem Unfall mit Fernando Alonso (während des Rennens): „Er war in meinem toten Winkel, ich habe ihn nicht gesehen. Es tut mir einfach so leid für das Team. Es ist mir egal, was er sagt, es war mein Fehler. So etwas passiert.“ (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Dr. Helmut Marko (Motorsportchef Red Bull): „Es war leichter, als wir es gedacht hatten. Wir waren uns ehrlichgesagt nicht sicher, aber nach den ersten Runden haben wir gesehen, dass Max deutlich schneller war als der Rest des Feldes, wenn er freie Fahrt hatte. Er hat es souverän nach Hause gefahren. Diese Leichtigkeit, mit der momentan diese Leistungen erbringt, ist unwahrscheinlich.“

... zur Überlegenheit von Red Bull an diesem Wochenende: „Es ist eine Kombination aus dem Selbstbewusstsein und der unheimlichen fahrerischen Klasse von Max Verstappen. Unser Motor ist zuverlässig und kann mithalten. Da passt alles.“

... zur WM-Führung von 98 Punkten: „Das ist etwas beruhigender, aber es sind noch acht Rennen mit je 25 Punkten, beziehungsweise auch ein Sprint-Rennen. Zurücklehnen dürfen wir uns noch nicht. Wir werden weiterarbeiten und haben noch einiges in der Entwicklung. Wir wollen noch vier Rennen gewinnen.“

Mattia Binotto (Teamchef Ferrari): „Zufrieden bin ich nicht wirklich. Wir hätten auch nicht viel machen können, denn wir waren einfach nicht schnell genug. Das waren jetzt zwei Rennen, in denen Red Bull schneller war als wir. Sie sind, was die Autoleistung angeht, einen Schritt vor uns. Das müssen wir anerkennen. Wir müssen weiter pushen, müssen das verstehen und uns verbessern.“

... zum Rückstand in der WM-Wertung: „Natürlich ist es ein großer Abstand und selbst wenn man eine Rechnung aufstellt, in der man alle Rennen gewinnt, ist es trotzdem schwierig. Wir müssen definitiv alle Rennen zu Ende fahren.“

... zu Mick Schumacher: „Für uns ist es wichtig, seine Fortschritte während der ganzen Saison zu betrachten. Er hat sich gerade in den letzten Rennen verbessert. Es ist immer noch zu früh, um ein Urteil zu treffen, aber er hat gezeigt, dass er Fortschritte macht. Später werden wir dann ein Gespräch mit Günther Steiner darüber führen, was das Beste für seine Zukunft ist.“

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