Dieses Urteil hat es in sich!
Formel 1: "Trauerspiel und fremdschämen" - Ex-Teamchef Haug fällt düsteres F1-Urteil
Formel 1? „Nur fremdschämen“
Der frühere Mercedes-Sportchef Norbert Haug hat in seiner Formel-1-Kolumne beim RedaktionsNetzwerk Deutschland ein düsteres Bild zur Situation der Königsklasse in der Bundesrepublik gezeichnet. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)
„Die Formel 1 hat sich in Deutschland zu einem Trauerspiel rückentwickelt, für das sich jeder Motorsportenthusiast nur fremdschämen kann“, wählte Haug unmissverständliche Worte.
So gab es zwischen 1994 und 2016 „deutsche Weltmeister wie am Fließband“. Sieben Titel schnappte sich Michael Schumacher, Sebastian Vettel vier und Nico Rosberg immerhin einen. Auch in Sachen Konstrukteurs-WM gab es wieder und wieder Grund zur Freude. So wurde „das Mercedes-Silberpfeil-Werksteam von 2014 bis 2021 achtmal in Folge Konstrukteurs-Weltmeister“. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)
Formel 1 in Deutschland? „Fremdschämen“
Dazu kommt: Viele Jahre lang gab es zwei Rennen auf deutschem Grund – und das pro Saison. Hunderttausende Zuschauer säumten die Strecken, die Einschaltquoten waren extrem gut. Was ist nach dem Rücktritt von Sebastian Vettel davon geblieben?
„Noch 2010 gab es sieben deutsche Formel-1-Fahrer in einer Saison, heute gibt es mit Nico Hülkenberg noch einen in einem allenfalls zweitklassigen Team und mit Mick Schumacher einen hoffnungsvollen Ersatzfahrer – aber das zumindest im richtigen Team“, so Haug. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)
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Und weiter: „Einen deutschen Grand Prix gibt es schon lange nicht mehr. Ein eifernder grüner Automobilverweigerer hätte keine weniger ambitionierte und weniger erfolgreiche deutsche Formel-1-Strategie entwickeln können.“
Haug mit Forderung an deutsche Teams
Für Haug bedeutet dies vor allem eines: „Audi, wir haben ein Problem, kann ich da nur sagen.“ (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)
So ist sich der 70-Jährige sicher, dass sich der deutsche Autobauer, der 2026 in die Königsklasse kommen wird, außerdem Mercedes, der ADAC, der AvD, Sponsoren und Stakeholder, kräftig um die Nachwuchsarbeit bemühen müssen.
So müssen sie „gemeinsam dafür sorgen, dass die Autonation Deutschland nicht endgültig die Beute der Autohasser wird, die missachten, dass der Wohlstand im Land zu einem Großteil dank des Automobils und seinen Export-Erfolgen generiert wurde und trotz aller Torpedierungsversuche der Automobilverweigerer auch weiter generiert wird.“