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Formel 1: Brisantes Gerücht um Mercedes und Aston Martin - das ist wirklich dran

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Formel 1: Brisantes Gerücht um Mercedes und Aston Martin - das ist wirklich dran

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Brisantes F1-Gerücht: Das ist dran

In England wird gemunkelt: Mercedes könnte Überraschungsteam Aston Martin bald besseres Material liefern als dem eigenen Werksteam. Plausibles Szenario? Die Reaktionen fallen auf SPORT1-Nachfrage eindeutig aus.
Mercedes hat in Silverstone den neuen W14 präsentiert. Ein kleines Detail soll dabei den Unterschied machen.
Ralf Bach
Ralf Bach
In England wird gemunkelt: Mercedes könnte Überraschungsteam Aston Martin bald besseres Material liefern als dem eigenen Werksteam. Plausibles Szenario? Die Reaktionen fallen auf SPORT1-Nachfrage eindeutig aus.

Ein Rennen erst wurde in der neuen Formel-1-Saison gefahren - und schon sorgt ein spektakulär anmutendes Gerücht für Aufhorchen.

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Vor dem zweiten Großen Preis am Sonntag in Saudi-Arabien schürte eine britische Webseite Unruhe bei Mercedes. In der Story, die von der österreichischen Krone auch im deutschsprachigen Raum prominent verbreitet wurde, heißt es: Mercedes-Teamchef Toto Wolff hätte noch zwei Rennen Zeit, den Werks-Mercedes zu verbessern - sonst würde die Motorenfabrik des Stuttgarter Autobauers Kundenteam Aston Martin den besseren Motor zur Verfügung stellen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Hintergrund: Das Werksteam mit Lewis Hamilton und George Russell enttäuschte mit den Plätzen fünf und sieben beim Saison-Opener in Bahrain. Aston Martin dagegen begeisterte. Mit Fernando Alonso (Dritter) und Teamkollege Lance Stroll (Sechster) erwies sich die ebenfalls von einem Mercedes-Motor angetriebene James-Bond-Kultmarke als zweite Kraft hinter Dominator Red Bull.

Ist was dran an dem Gerücht, dass das Konsequenzen haben könnte, die einem Erdbeben gleichkämen?

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Hilft Mercedes Aston Martin? Konkurrenz hält‘s für Unsinn

Innerhalb der Szene ist die Einschätzung eindeutig: Selbst bei der Konkurrenz wird über die Meldung gelacht.

So stellt Alpha-Tauri-Teamchef Franz Tost bei SPORT1 klar: „Die Gerüchte sind Blödsinn. Das Reglement schreibt den Motorherstellern ganz klar vor, dass alle Kunden das gleiche Material bekommen müssen. Und das wird von allen meines Wissens auch penibel eingehalten. Eine Bevorzugung eines Teams ist demnach verboten und unrealistisch.“

Im Moment gibt es mit Red Bull Powertrains, Mercedes, Ferrari und Renault vier Antriebshersteller. Red Bull Powertrains stellt dabei den auf Honda-Basistechnik beruhenden weiterentwickelten Antrieb Red Bull Racing und dessen Juniorteam Alpha Tauri zur Verfügung. Ferrari beliefert sein Werksteam, Haas und Alfa Romeo (zukünftig Audi). Mercedes außer seinem eigenen Team noch Aston Martin, McLaren und Williams. Nur Renault hat mit Alpine nur einen Kunden.

Für Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko würde es für Mercedes auch aus anderem Grund keinen Sinn machen, Aston Martin zu bevorzugen. Marko zu SPORT1: „Warum sollte Mercedes einen Konkurrenten stärker machen? Das macht doch keinen Sinn. Bei aller Zusammenarbeit: Am Ende des Tages ist Aston Martin ein Konkurrent für Mercedes auf dem PKW-Sektor. Mercedes wird jetzt alles dafür tun, um den für sie enttäuschenden Saisonauftakt vergessen zu machen. Bei dieser ambitionierten Aufgabe gibt es sicher keinen Raum, Aston Martin zu helfen.“

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Wie Mercedes und Aston Martin verquickt sind

Was aber auch feststeht: Die High-Tech-Motorenfabrik in Brixworth ist genau wie AMG eine Tochter des Mercedes-Konzerns. Dementsprechend ist die Zentrale in Stuttgart weisungsbefugt und nicht Teamchef Toto Wolff, dem genauso wie dem britischen Chemiegiganten Sir James Ratcliffe (Ineos) und Mercedes selbst ein Drittel der Anteile des in Brackley beheimateten Teams gehört. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Es stimmt auch, dass Mercedes-Benz bereits im Jahr 2013 eine strategische Kooperation mit Aston Martin gestartet hat. Der frühere Leiter von Tochter Mercedes-AMG, Tobias Moers, war zudem von August 2020 bis Frühjahr 2022 Geschäftsführer des britischen Sportwagenbauers. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Seit 2020 ermöglichen die Stuttgarter dabei Aston Martin Zugang zu neuen Technologien und Komponenten von Mercedes-Benz, darunter künftig auch Hybrid- und Elektroantriebsstränge. Dazu kommt: Mercedes will seinen Anteil an Aston Martin in Zukunft auf bis zu 20 Prozent erhöhen. Für Formel-1-Experte Gerhard Berger muss man aber strategische Kooperationen auf PKW-Ebene vom Formel-1-Geschäft trennen. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Der Österreicher zu SPORT1: „Für den Fan fährt Mercedes gegen Ferrari, Aston Martin, Renault und alle anderen. Das sind die Gegner, die man auch aus Imagegründen schlagen muss. Da hilft man dem Gegner sicher nicht. Und was das sportliche Ranking betrifft: Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Aston Martin konstant stärker als Mercedes ist oder ob das nur in Bahrain der Fall war.“