Das letzte Rennen der Formel-1-Saison in Abu Dhabi hat Sergio Pérez kein versöhnliches Ende eines komplizierten Jahres beschert. Der Red-Bull-Pilot kollidierte mit Lando Norris und verlor durch eine Fünf-Sekunden-Strafe den sicher geglaubten Podestplatz.
"Echt ein Scherz!" F1-Star poltert gegen Stewards & wird verwarnt
F1-Star pestet gegen Stewards
Der aufgewühlte Mexikaner schimpfte im Boxenfunk daher heftig gegen die Entscheidung. „Ich finde, die Stewards sind ein Witz, Mann. Ich kann es nicht glauben, ich meine, sie waren dieses Jahr schon sehr schlecht, aber das ist ein Witz. Das ist echt ein Scherz“, polterte der 33-Jährige angefressen und monierte, dass die Verantwortlichen „nicht auf Formel-1-Niveau“ agieren.
Doch auch nach dem Rennen wollte sich Pérez und legte im Interview mit Sky UK nochmal nach. „Die Kommissare waren meiner Meinung nach heute echt schlecht. Wir haben schon deutlich Schlimmeres gesehen“, brachte er sein Unverständnis zum Ausdruck.
Pérez spielt Unfall mit Norris runter
Zwar gestand der Vize-Weltmeister, dass „die Räder sich berührt haben, aber Lando hat die Kurve abgekürzt und Zeit gewonnen - und trotzdem habe ich die Strafe bekommen“.
Für den Red-Bull-Piloten muss viel mehr sein Kontrahent in der Situation zu Rechenschaft gezogen werden. „Wenn du von hinten kommst und spät bremst, dann hast du nicht die volle Kontrolle über das Auto. Lando wusste, dass ich da war, und er hat entschieden einzulenken“, beschrieb Pérez und plädierte auf „Rennunfall“.
Der beschuldigte Lando Norris hat jedoch eine komplett andere Sicht auf die Dinge. „Ich weiß nicht, was er gemacht hat. Da war er etwas rücksichtslos“, ließ er verlauten.
F1-Star entschuldigt sich für heftige Kritik
Auch bei der FIA kamen die klaren Worte von Pérez alles andere als gut an. Sie bestellten ihn zum Rapport ein, denn schließlich hatte er mit seiner persönlichen Beleidigung gegen den internationalen Sportkodex verstoßen.
Da sich der 33-Jährige aber „aufrichtig“ für seine Wortwahl entschuldigte, beließ es die FIA bei einer Verwarnung. „Er drückte sein Bedauern darüber aus, dass seine Äußerungen irgendjemanden beleidigt oder dem Sport Schaden zugefügt haben, was er nach eigener Aussage vermeiden wollte. Die Sportkommissare akzeptieren seine Erklärungen und nehmen seine Entschuldigung an“, heißt es in der Erklärung.
Auch Pérez-Boss Christian Horner wollte die Worte nicht überbewerten. „Ich glaube, er hat nur seine Frustration zum Ausdruck gebracht“, schilderte er motorsport-total.com und ergänzte, „er ist ein tolles Rennen gefahren, also hat er sich Luft gemacht. Aber leider wurde dieses Ventil ausgestrahlt.“