Sergio Pérez hat in einem Podcast ungewöhnlich offen mit seiner Zeit bei Red Bull abgerechnet! Der Mexikaner rechnete mit seinem langjährigen Team ab und verriet, wie schwer es für ihn war, der Teamkollege von Max Verstappen zu sein.
Formel 1: Rolle neben Verstappen? "Der schlimmste Job im Fahrerlager"
Pérez rechnet mit Red Bull ab
Pérez stieß 2021 zum Weltmeister-Team und fuhr zunächst solide Ergebnisse ein: Rang vier in seiner Debütsaison, anschließend Platz drei und zwei. Doch spätestens 2024 brach der Höhenflug, denn er beendete die Fahrer-WM nur als Achter und verlor sein Cockpit.
„Dieses Projekt ist für Max gebaut“
Schon beim ersten Gespräch mit Teamchef Christian Horner sei ihm die Rollenverteilung klar gewesen, schilderte der 35-Jährige im Cracks Podcast: „Wir müssen mit zwei Autos antreten, aber das Projekt ist für Max. Max ist unser Talent.“
Pérez akzeptierte die Bedingungen: „Ich werde das Auto entwickeln und das Team unterstützen.“ Trotzdem sei das Zusammenspiel „das komplizierteste in der Formel 1“ gewesen: „Max’ Teamkollege zu sein, ist schon hart. Max’ Teamkollege bei Red Bull - das ist der schlimmste Job im Fahrerlager.“
Schweres Auto, leichte Zeiten
Pérez erinnerte sich an die Saison 2022, als das RB18 versehentlich zu schwer und kopflastig konstruiert wurde: „Das Auto war viel stabiler - genau das, was ich immer gesucht habe. Im Simulator war ich schneller als Max, ich kam zu den Rennwochenenden, um zu gewinnen.“
Die WM-Duelle blieben ausgeglichen, bis aerodynamische Upgrades eingeführt wurden: „Ab dann wusste ich nicht mehr, was das Auto in der Kurve macht. Man denkt nur noch ans Nicht-Abfliegen.“
Der Upgrade-Bruch setzt sich fort
Ein ähnliches Muster habe sich 2023 wiederholt. Nach zwei Siegen aus den ersten vier Rennen „ging es in Barcelona plötzlich eine Sekunde pro Runde rückwärts“.
Im Folgejahr verlor Pérez endgültig den Anschluss, Liam Lawson übernahm 2025, wurde nach zwei Grands Prix von Yuki Tsunoda ersetzt, der wiederum 2026 Isack Hadjar Platz machen muss.
„Alles war ein Problem“
Der Dauerdruck hinterließ Spuren: „Wenn ich schneller war, herrschte Spannung im Team. War ich langsamer, war es natürlich auch ein Problem. Praktisch alles war ein Problem.“
Trotz des Frustes betonte Pérez: „Wir hatten das Team, um ein Jahrzehnt zu dominieren - leider wurde alles zerstört.“