Mit dem Gewinn seines siebten WM-Titel in der Türkei ist Lewis Hamilton 2020 endgültig zu einem der erfolgreichsten Formel-1-Fahrer der Geschichte aufgestiegen und hat zu Rekordweltmeister Michael Schumacher aufgeschlossen.
Formel 1: Alle F1-Weltmeister seit 1950 mit Schumacher, Hamilton, Vettel, Verstappen
Alle F1-Weltmeister auf einen Blick
Auch 2026 ist der Brite noch in der Königsklasse des Motorsports dabei. Seit der Saison 2025 fährt er für Ferrari. Die Durststrecke der Scuderia dauert nun schon fast 20 Jahre: Der Finne Kimi Räikkönen holte 2007 den letzten Titel für die Italiener.
Alle Formel-1-Weltmeister seit 1950 im Überblick:
Jahr | Weltmeister |
|---|---|
1950 | Giuseppe Farina (Italien), Alfa Romeo |
1951 | Juan Manuel Fangio (Argentinien), Alfa Romeo |
1952 | Alberto Ascari (Italien), Ferrari |
1953 | Alberto Ascari, Ferrari (2. Titel) |
1954 | Juan Manuel Fangio, Maserati/Mercedes (2. Titel) |
1955 | Juan Manuel Fangio, Mercedes (3. Titel) |
1956 | Juan Manuel Fangio, Ferrari (4. Titel) |
1957 | Juan Manuel Fangio, Maserati (5. Titel) |
1958 | Mike Hawthorn (England), Ferrari |
1959 | Jack Brabham (Australien), Cooper-Climax |
1960 | Jack Brabham, Cooper-Climax (2. Titel) |
1961 | Phil Hill (USA), Ferrari |
1962 | Graham Hill (England), BRM |
1963 | Jim Clark (Schottland), Lotus-Climax |
1964 | John Surtees (England), Ferrari |
1965 | Jim Clark, Lotus-Climax (2. Titel) |
1966 | Jack Brabham, Brabham-Repco (3. Titel) |
1967 | Denis Hulme (Neuseeland), Brabham-Repco |
1968 | Graham Hill, Lotus-Ford (2. Titel) |
1969 | Jackie Stewart (Schottland), Matra-Ford |
1970 | Jochen Rindt (Österreich), Lotus-Ford |
1971 | Jackie Stewart, Tyrrell-Ford (2. Titel) |
1972 | Emerson Fittipaldi (Brasilien), Lotus-Ford |
1973 | Jackie Stewart, Tyrrell-Ford (3. Titel) |
1974 | Emerson Fittipaldi, McLaren-Ford (2. Titel) |
1975 | Niki Lauda (Österreich), Ferrari |
1976 | James Hunt (England), McLaren-Ford |
1977 | Niki Lauda, Ferrari (2. Titel) |
1978 | Mario Andretti (USA), Lotus-Ford |
1979 | Jody Scheckter (Südafrika), Ferrari |
1980 | Alan Jones (Australien), Williams-Ford |
1981 | Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-Ford |
1982 | Keke Rosberg (Finnland), Williams-Ford |
1983 | Nelson Piquet, Brabham-BMW (2. Titel) |
1984 | Niki Lauda, McLaren-Porsche (3. Titel) |
1985 | Alain Prost (Frankreich), McLaren-Porsche |
1986 | Alain Prost, McLaren-Porsche (2. Titel) |
1987 | Nelson Piquet, Williams-Honda (3. Titel) |
1988 | Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda |
1989 | Alain Prost, McLaren-Honda (3. Titel) |
1990 | Ayrton Senna, McLaren-Honda (2. Titel) |
1991 | Ayrton Senna, McLaren-Honda (3. Titel) |
1992 | Nigel Mansell (England), Williams-Renault |
1993 | Alain Prost, Williams-Renault (4. Titel) |
1994 | Michael Schumacher (Deutschland), Benetton-Ford |
1995 | Michael Schumacher, Benetton-Renault (2. Titel) |
1996 | Damon Hill (England), Williams-Renault |
1997 | Jacques Villeneuve (Kanada), Williams-Renault |
1998 | Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes |
1999 | Mika Häkkinen, McLaren-Mercedes (2. Titel) |
2000 | Michael Schumacher, Ferrari (3. Titel) |
2001 | Michael Schumacher, Ferrari (4. Titel) |
2002 | Michael Schumacher, Ferrari (5. Titel) |
2003 | Michael Schumacher, Ferrari (6. Titel) |
2004 | Michael Schumacher, Ferrari (7. Titel) |
2005 | Fernando Alonso (Spanien), Renault |
2006 | Fernando Alonso, Renault (2. Titel) |
2007 | Kimi Räikkönen (Finnland), Ferrari |
2008 | Lewis Hamilton (England), McLaren-Mercedes |
2009 | Jenson Button (England), Brawn-Mercedes |
2010 | Sebastian Vettel (Deutschland), Red-Bull-Renault |
2011 | Sebastian Vettel, Red-Bull-Renault (2. Titel) |
2012 | Sebastian Vettel, Red-Bull-Renault (3. Titel) |
2013 | Sebastian Vettel, Red-Bull-Renault (4. Titel) |
2014 | Lewis Hamilton, Mercedes (2. Titel) |
2015 | Lewis Hamilton, Mercedes (3. Titel) |
2016 | Nico Rosberg (Deutschland), Mercedes |
2017 | Lewis Hamilton, Mercedes (4. Titel) |
2018 | Lewis Hamilton, Mercedes (5. Titel) |
2019 | Lewis Hamilton, Mercedes (6. Titel) |
2020 | Lewis Hamilton, Mercedes (7. Titel) |
2021 | Max Verstappen (Niederlande), Red-Bull-Renault |
2022 | Max Verstappen, Red-Bull-RBPT (2. Titel) |
2023 | Max Verstappen, Red-Bull-RBPT (3. Titel) |
2024 | Max Verstappen, Red-Bull-RBPT (4. Titel) |
2025 | Lando Norris (England), McLaren-Mercedes |
Hier nochmal die F1-Weltmeister mit mindestens drei WM-Titeln
Die Formel 1 ist die Königsklasse des Motorsports, die an sich selbst die höchsten Ansprüche stellt. Egal, ob Technik oder Fahrer - für die Rennställe der Formel 1 sind Grenzen kein Limit, sondern eine Herausforderung, die es zu meistern gilt.
Genau aus dieser Superlative zieht die Formel 1 ihre Faszination und einzelne Autos und Fahrer werden teilweise zu einem Mythos unter den Fans.
SPORT1 zeigt alle Formel 1-Weltmeister mit mindestens drei WM-Titeln.
7 WM-Titel: Michael Schumacher (Deutschland)
Der erste deutsche Weltmeister löste in den 90er Jahren einen gigantischen Formel-1-Boom in Deutschland aus. Nach zwei Titel mit Benetton wechselte er zu Ferrari und stellte ab 2000 mit fünf Weltmeisterschaften in Folge einen noch heute bestehenden Rekord auf. Das gilt auch für seine 77 schnellsten Rennrunden. Natürlich gab es um den Kerpener auch Kontroversen wegen seiner harten Fahrweise.
Sein kurzes Comeback von 2010 bis 2012 bei Mercedes war nicht mehr von seinen alten Erfolgen gekrönt. In drei Jahren gelang „Schumi“ nur ein Podiumsplatz. Insgesamt gelangen ihm 91 Grand-Prix-Siege (zum Zeitpunkt seines Rücktritts ebenfalls Rekord). Seit seinem tragischen Skiunfall 2013 ist nur noch wenig über Schumachers Zustand und Leben bekannt.
7 WM-Titel: Lewis Hamilton (England)
Der Engländer ist gemeinsam mit Schumacher Rekordhalten bei den WM-Titel. Mit 105 Rennsiegen und 104 Pole Positions hält er zudem die wichtigsten Einzelrekorde der Formel 1. 2008 wurde er für McLaren der bis dato jüngste Weltmeister, ehe er ab 2014 mit dem Mercedes-Werksteam eine Ära prägte - lediglich Teamkollege Nico Rosberg durchbrach 2016 seine bis 2020 andauernde Titel-Serie. Mit 40 Jahren wechselte Hamilton 2025 zu Ferrari.
5 WM-Titel: Juan Manuel Fangio (Argentinien)
Der erste Superstar der Königsklasse war von 1957 an bis zu Schumachers 6. WM-Titel im Jahr 2003 Rekordweltmeister der Formel 1. Umso bemerkenswerter ist die Leistung des Argentiniers, wenn man sich anschaut, dass er nur 51 Grand Prix fuhr - davon aber 24 gewann. Diese Erfolgsquote ist bis heute unerreicht. 1954 und 1955 holte er für Mercedes die ersten WM-Titel. Fangio starb 1995 im alter von 84 Jahren in seiner Heimat. Außerdem gewann er für Alfa Romeo, Maserati und Ferrari.
4 WM-Titel: Alain Prost (Frankreich)
Der Professor lieferte sich in den 1980er Jahren krasse Duelle mit seinem Erzfeind und Teamkollegen Ayrton Senna. Das McLaren-Duo gewann zwischen 1985 und 1991 sechs von sieben WM-Titeln - inklusive diverser Zusammenstöße. Der Franzose beendete nach seinem vierten Titel (mit Williams) nach der Saison 1993 seine Karriere, als Teambesitzer war er später allerdings nicht mehr so erfolgreich. In 199 Starts, gewann Prost 51 Rennen.
4 WM-Titel: Sebastian Vettel (Deutschland)
Der legitime Nachfolger Schumachers prägte die erste Große Red-Bull-Ära. Zwischen 2010 und 2013 war Vettel praktisch unschlagbar und gewann vier Weltmeisterschaften in Folge. Nach der enttäuschenden Saison 2014 wechselte Vettel zu Ferrari, konnte die Italiener aber im Gegensatz zu Schumacher nicht wieder zum Weltmeisterteam machen. In sechs Jahren gelangen ihm 14 Grand-Prix-Siege (insgesamt 53 in 299 Rennen) für die Scuderia, zweimal wurde Vettel Vize-Weltmeister. Mit zwei Jahren bei Aston-Martin (2021-2022) ließ er seine Karriere ausklingen.
4 WM-Titel: Max Verstappen (Niederlande)
Vettels Nachfolger bei Red Bull tat es ihm ab 2021 mit vier WM-Titeln in Folge gleich. „Mad Max“ hat mit nicht einmal 30 Jahren bereits über 70 Siege auf dem Konto und hat noch Zeit, Fangio, Schumacher und Hamilton anzugreifen. Sein Vater Jos fuhr einst mit Schumacher in den 90er Jahren für Benetton.
3 WM-Titel: Ayrton Senna (Brasilien)
Für viele F1-Fans ist der Brasilianer immer noch der beste reine Fahrer, der jemals gelebt hat. Von 161 Rennen gewann er 41 und holte 65 Pole Positions. Mit McLaren gewann Senna drei WM-Titel. 1994 verunglückt er mit seinem Williams in Imola tödlich. Die Bilder aus dem Hubschrauber gehen um die Welt - bis heute ist es der letzte Todesfall während eines Grand Prix. Denn durch die Tragödie wurde die Sicherheit massiv erhöht. Erst 2015 kam es wieder zu einem tödlichen Unfall. Jules Bianchi verstarb neun Monate später an den Folgen.
3 WM-Titel: Nelson Piquet (Brasilien)
Der Brasilianer ging als erster Turbo-Weltmeister in die Geschichte ein. 1983 gelang ihm das Kunststück mit BMW-Power. Insgesamt gelangen ihm in 204 Rennen 23 Grand-Prix-Siege. Später fuhr auch sein Sohn in der Formel 1, konnte aber an die Erfolge des Vaters nicht anknüpfen.
3 WM-Titel: Niki Lauda (Österreich)
Lauda ist mit drei Weltmeisterschaften der erfolgreichste Österreicher im Motorsport und der zweite Weltmeister nach Jochen Rindt. Legendär war Laudas Fehde mit James Hunt während der Saison 1976, die von seinem Feuerunfall auf dem Nürburgring überschattet wurde. Trotz schwerer Verbrennungen kehrte Lauda nur 42 Tage danach wieder auf die Rennstrecke zurück und hätte Hunt trotz zweier verpasster Rennen beinahe noch abgefangen. 1977 holte er seinen zweiten Titel und sieben Jahre später nach zwischenzeitlichem Rücktritt einen weiteren WM-Titel. 2019 starb er im Alter von 70 Jahren.
3 WM-Titel: Jackie Stewart (Schottland)
Der Schotte war zwischen 1969 und 1973 das Maß der Dinge in der Formel 1 - dreimal wurde er Weltmeister. Auch der Mann mit der charakteristischen Mütze wurde später gemeinsam mit seinem Sohn Teamchef. Das Stewart-Team feierte 1999 einen Erfolg auf dem Nürburgring, ehe Jaguard die Truppe übernahm. 1960 hätte er beinahe sogar als Sportschütze die Olympischen Spiele erreicht.
3 WM-Titel: Jack Brabham (Australien)
Der erste australische Weltmeister der F1-Geschichte ist bis heutige der einzige Champion, der in einem von ihm selbst konstruierten Wagen gewann - nämlich seinen dritten Titel 1966. auch nach seiner aktiven Karriere setzte er ein Team in der Formel 1 ein, unter anderem gewann Piquet seinen ersten Titel in einem Brabham. Mit 88 Jahren verstarb Brabham 2014 in seiner australischen Heimat.