Generalkritik von Ralf Schumacher: Der ehemalige Formel-1-Pilot sieht Deutschland als Motorsport-Standort deutlich im Hintertreffen und hat im Interview mit der dpa ein Umdenken gefordert.
Formel 1: Motorsport in Deutschland? Schumacher schlägt Alarm
Schumacher schlägt Alarm
„Politik, Verbände, Industrie, Sponsoren und die Medien müssten alle mal ein Reset vornehmen, da ist in den letzten Jahren leider aus wirtschaftlichen und teils ideologischen Gründen oder auch Kompetenzthemen viel falsch gelaufen“, ärgerte sich der 50-Jährige.
Formel 1: Lange kein Rennen mehr in Deutschland
Seiner Meinung nach brauche es vor allem für die Formel 1 neue Impulse in der Öffentlichkeit. „Es müssten sich speziell die automobil- oder motorsportnahen Konzerne zusammentun und Sportstätten fördern, damit wir wieder Kartbahnen haben und so auch wieder international interessanter werden“, appellierte Schumacher.
Letztmals fand 2020 ein F1-Rennen in Deutschland statt und mit Nico Hülkenberg gibt es auch nur einen deutschen Fahrer, der in der Königsklasse des Motorsports dabei ist.
Forderung an die Politik
ADAC-Sportpräsident Gerd Ennser beschrieb im Gespräch mit der dpa die Situation des Motorsports sowohl in der Breite als auch Spitze als „derzeit nicht zufriedenstellend“.
Seiner Meinung nach benötige es für eine Formel-1-Rückkehr nach Deutschland „politisches Bewusstsein für die enorme nationale wie internationale Strahlkraft großer Sportevents“.
Laut Ennser müsse das Ziel sein, die Industrie und Politiker an einen Tisch zu kriegen, „um gemeinsam die Rückkehr der Königsklasse zu ermöglichen“.