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Formel 1: Eindringliche Warnung von Vettel

„DNA-Verlust“: Vettel warnt Formel 1

Sebastian Vettel teilt die Kritik an den neuen Regularien und mahnt die Formel 1, ihre sportliche Identität nicht zu verlieren.
Sebastian Vettel warnt die Formel 1 vor einem Identitätsverlust
Sebastian Vettel warnt die Formel 1 vor einem Identitätsverlust
© IMAGO/Michael Potts
Sebastian Vettel teilt die Kritik an den neuen Regularien und mahnt die Formel 1, ihre sportliche Identität nicht zu verlieren.

Auch Sebastian Vettel schlägt Alarm: Die Formel 1 dürfe bei der umstrittenen Technikrevolution 2026 nicht ihre „DNA“ verlieren. Im Interview mit dem schwedischen Sender SVT am Rande des „The Perfect World Award“ in Göteborg stellte sich der viermalige Weltmeister hinter die vielen kritischen Stimmen aus dem Fahrerlager.

Die neuen Power Units setzen auf eine nahezu 50:50-Aufteilung zwischen Verbrenner und elektrischer Leistung. Damit rückt das Energiemanagement noch stärker in den Fokus. In Qualifying und Rennen entscheiden deshalb Erfassung und Bereitstellung der Energieressourcen mehr denn je über die Performance.

Vettel: „Nicht so viel Spaß beim Racing“

„Aus sportlicher Sicht höre und teile ich die Kritik, weil die Autos wahrscheinlich Spaß machen zu fahren, aber nicht so viel Spaß beim Racing“, sagte Vettel. Die komplexen Vorgaben erschwerten den Fahrern das Attackieren. Besonders im Qualifying klagten Fahrer über abrupte Leistungsabfälle auf den Geraden, wenn Energie zurückgewonnen wird.

Vettel mahnt: „Ich bin sehr kritisch, dass wir nicht die DNA und das Herz dieses Sports verlieren – nämlich den schnellsten Fahrer im schnellsten Auto das Rennen gewinnen zu lassen.“ Die Piloten seien das Gesicht der Serie. „Wenn sie voller Adrenalin aus dem Auto steigen, überträgt sich das auf die Fans.“

FIA reagiert auf Kritik

Der Weltverband FIA hat bereits nachjustiert. Nach mehreren Sitzungen mit Teams und Herstellern wurden technische Anpassungen im Regelwerk vorgenommen. Zudem soll ein stärkeres „Boost“-Konzept Überholmanöver erleichtern und Sicherheitsrisiken durch stark unterschiedliche Geschwindigkeiten reduzieren.

Ob die Eingriffe reichen, um das sportliche Gleichgewicht wieder stärker in Richtung Vollgas und Zweikampf zu verschieben, bleibt abzuwarten. Klar ist: Die Debatte um die Identität der Motorsport-Königsklasse bleibt in vollem Gange.

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